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Halloween: Süßes oder Saures! Anja Fritsche verpasst dem Mund-Nasen-Schutz einen schaurigen Look –...

Aktuell

Die Chilenen haben sich vergangenen Sonntag mit großer Mehrheit für die Ausarbeitung einer neuen Verfassung ausgesprochen. Nach Mitteilung fast aller Wahllokale stimmte eine Mehrheit von 78 Prozent der 7,4 Millionen ausgezählten Stimmen dafür, die aus der Zeit der Militärdiktatur stammende Verfassung zu ersetzen. Auf den Straßen wurde daraufhin gefeiert. Foto: APA

Lottomillionär fordert Gewinn nicht ein

München. Ein unbekannter Glückspilz hat bereits vergangenes Jahr über eine Million Euro im Lotto gewonnen – und das Geld bis heute nicht eingefordert. Der Lottospieler habe am 21. Dezember 2019 in einer Lotto-Annahmestelle im Raum Memmingen bei dem Spiel „BayernMillionen“ das Gewinnerlos gekauft und sich seitdem nicht gemeldet, teilte Lotto Bayern gestern mit. Nach dem Unbekannten werde deshalb nun öffentlich gesucht, grundsätzlich habe er aber noch bis Ende 2023 Zeit, seinen Gewinn geltend zu machen. Symbolbild: APA

Wirbel um Einschnitt in Privatsphäre

Mit seinen Aussagen zu verfassungsrechtlich gedeckten „Haus-Kontrollen“ sorgte der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) für Zündstoff.

123.739Corona-Tests wurden mit Stand gestern (16 Uhr) in Vorarlberg...

Frastanzer mit jüngstem Braumeister in Vorarlberg

Die Brauerei Frastanz gratuliert Laurin Bernhart (23) zum Braumeister. Mit nur 23 Jahren reiht sich der Nenzinger in die Riege der jungen Braumeister Österreichs ein. Nach zwei harten Semestern an der VLB Berlin hat Laurin Bernhart diese erfolgreich abgeschlossen und ist somit aktuell der jüngste Braumeister Vorarlbergs. Künftig ist er bei der Brauerei für die gesamte Bierproduktion und das Qualitätsmanagement zuständig. Foto: handout/Frastanzer

„Der Skatepark ist unser erklärtes Ziel“

Fässler zeigt nach dem Aus des Skaterplatzes am Bahnhof Verständnis für die Enttäuschung der Rollsport-Szene, betont aber abschließend: „Die Realisierung eines Skateparks in Dornbirn ist unser erklärtes Ziel.“

Selina aus Wald am Arlberg stapfte bereits durch den ersten Schnee dieses Herbstes. Mehr von der hübschen Brünetten gibt‘s auf bludenz.com. Bewirb dich unter: ww-girl@wannundwo.at; Foto: Breuß/Sams

Falle für Biker? Zeugenaufruf zu Sperrvorrichtung auf Wanderweg in Lochau

Vergangene Woche informierte ein Wanderer die Lochauer Polizei, dass inmitten des Wanderwegs entlang des Forstweges Alte Eichenberger Straße in Lochau eine augenscheinlich selbsterstellte Sperrvorrichtung aufgestellt wurde. Die Beamten fanden an beschriebener Stelle drei Äste sowie einen daran angebrachten Metalldraht. Die Polizei geht davon aus, dass bislang Unbekannte durch das Anbringen der Sperrvorrichtung talwärts fahrende Radfahrer zu Sturz bringen wollten. Personen, die Angaben zu der Sperrvorrichtung machen können, werden ersucht, sich mit der PI Lochau in Verbindung zu setzen. Tel.: 059 133 8133 Foto: Polizei

„Bauer sucht Frau“: Heute Abend konfrontiert der gemütliche Bergbauer Thomas aus Sonntag auf ­seiner Maisäß seine Hofdamen Birgit, Saskia und Nicoleta mit ganz neuen Herausforderungen. Was die Damen davon halten, zeigt ATV heute ab 20.15 Uhr. BFoto: Ernst Kainerstorfer

„Sicheres Vorarlberg“ – Tipps für Tourengeher

Die Einschätzung der Lawinensituation ist besonders für Laien schwierig. Hanno Dönz, Obmann des Vorarlberger Bergführerverbandes, empfiehlt daher: „Eine Lawinenausrüstung kann im Notfall die Überlebenschance erhöhen, bietet aber keine Sicherheit. Daher lieber einmal auf eine tolle Abfahrt verzichten und einen einfacheren, sichereren Weg wählen.“ Wichtig ist im Notfall auch der richtige Umgang mit der Ausrüstung. Dies und das richtige Verhalten im Gelände können in Kursen erlernt werden. Mit den Tipps von „Sicheres Voarrlberg“ kommen Tourengeher sicher durch die Saison. www.sicheresvorarlberg.at Foto: Sicheres Vorarlberg

Intimus

Mondlichteffekt durch Klebstoff

„Wir kommen alle verklebt auf die Welt“, so Marco Spitzar bei der kürzlich stattgefundenen Eröffnung seiner Herbstausstellung im Feldkircher Schloss Amberg – auch im Hinblick auf die von Eltern und Großeltern übernommenen psychischen Belastungen. Dass er zum Thema „Reinigung“ durch das Beobachten von Heilerzeremonien in Afrika inspiriert wurde, teilte er in zwei Dialogen mit Klaus Feldkircher und zwei Solo-Ausführungen nicht nur Abgeordnetem Christoph Thoma oder Sparkassen-Vorstand Daniel Mierer mit. Wie der Künstler durch die Verwendung von viel flüssigem Klebstoff einen speziellen, ans Mondlicht auf dem Wasser erinnernden Schimmer erzielt, erfuhren auch Künstler Gernot Riedmann, Ilse Dünser, Vada Podkalne und Harald Jegodzienski (beide aus Lettland), Omer Rehmann (FC Lustenau), Gottfried und Uschi Lau, Michael und Sabine Madlener (Paterno Bürowelt), Markus (Raiba Wolfurt) und Clara Böhler, Sabine Alge (Rickatschwende) und Susanne Hämmerle, Marco Staller (Dolomitenküchen), Gerry Bösch und Susi Nardin, Frank (technoplast) und Rita Böhler sowie Bauunternehmerin Graziella Hefel und Mediziner Norbert Loacker. Fotos und Text: Arno Meusburger

Heidi Klum mit Tokio Hotel zu Gast bei „Late Night Berlin“

Tokio Hotel haben in der TV-Show „Late Night Berlin“ ihre Neuauflage des Hits „Durch den Monsun“ präsentiert. Im Publikum saß die jubelnde Heidi Klum – als „Zuschauerin der Woche“ – um ihrem Mann Tom Kaulitz und seiner Band zuzujubeln. Kaulitz (31), sein Zwillingsbruder Bill, Georg Listing und Gustav Schäfer hatten vor rund 15 Jahren als Teenieband Tokio Hotel mit der Originalversion des Songs einen weltweiten Hype ausgelöst. Foto: AFP

STORY

Maskiertes Halloween

„Süßes oder Saures!“ Diesen Ausruf dürfte jeder Vorarlberger in Kombination mit strahlenden Kinderaugen schon gehört haben. Doch bleiben dieses Jahr die Straßen leer?

Süßes her, denn sonst gibt's Saures!

An Halloween haben auch der Zahnarzt und die Zahnärztin nichts mehr zu melden. Der 31. Oktober ist sowohl für viele Kinder, als auch für viele Erwachsene ein Freifahrtschein, um ohne Ende Süßigkeiten zu konsumieren. Wie wäre es dieses Jahr mit leckeren Halloween-Cupcakes? W&W empfiehlt ein Rezept von: www.gutekueche.at Symbolfoto: VN

Grün, grüner, #grünejause!

Einen Beitrag zur Klimaneutralität und Gesundheit Vorarlbergs leisten: Stelle deine Jause nach den oben beschriebenen Kriterien zusammen, lade anschließend ein Foto von dir und deiner Box unter dem Link info.wannundwo.at/gewinnspiel hoch und poste das Bild mit dem Hashtag #grünejause. Schon bist du Teil der #grünejause-Challenge von KlimaVOR! und WANN & WO. Also ran an die regionalen, saisonalen (Bio)-Lebensmittel! Unter allen Beiträgen werden zwei Gewinner ausgewählt, die sich jeweils über einen 30-Euro-Gutschein, entweder für „dreierlei – Bioladen, Café, Begegnung“ oder für „Cori’s plastikfreier Laden“, freuen dürfen. Ausgewählte Fotos werden in der W&W veröffentlicht.

#grünejause-Challenge: Tipps für eine klimaneutrale Jause

• Regional: Achte auf die Wahl von Lebensmitteln aus der Region.• Saisonal: Haben die Lebensmittel auch wirklich gerade Saison?• Biologisch: Wähle Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft• Plastikfrei: Versuche, Verpackungen zu vermeiden – besonders jene aus Plastik!• Verwertung: Versuche, Lebensmittelabfälle zu vermeiden Symbolfotos: Sams

In den Fußstapfen des Vaters

Wie überstehst du die Corona-Zeit? Leider gibt es durch die Covid-19-Situation derzeit keine Möglichkeiten für Auftritte mehr. Das fehlt mir schon ein wenig. Dafür habe ich neben der Arbeit etwas Zeit, um an neuen Songs zu arbeiten. Mein Plan für die Zukunft ist es, Gesang studieren zu gehen. Ich bin gespannt, wie es für mich weitergeht!

Eurovision Song Contest nächstes Jahr mit 41 Teilnehmern

Am Eurovision Song Contest (ESC) im kommenden Jahr in Rotterdam werden 41 Länder teilnehmen. Das teilte die Europäische Rundfunkunion (EBU) kürzlich mit. Der Wettbewerb musste in diesem Jahr wegen der Pandemie ausfallen und wird im Mai 2021 nachgeholt. Die Teilnehmer sind nach Angaben der EBU dieselben Länder, die auch heuer dabei sein sollten. Sie dürfen aber nicht mit demselben Song antreten, den sie dieses Jahr singen wollten. Symbolfoto: Reuters

Im vergangenen Jahr präsentierte das Elektronikunternehmen LG auf der CES einen Prototypen seines rollbaren 65-Zoll-TV OLED R (Modell RX). Nun kommt der neuartige TV für 100 Millionen KRW, umgerechnet rund 74.000 Euro, in den Handel. Vorerst allerdings nur in sieben ausgewählten Stores in Südkorea. Bild: LG

SOUND

Facebook startet Spiele-Streaming

Der Social-Media-Riese steigt in den Cloud-Gaming-Markt ein und tritt damit in Konkurrenz mit Google, Nvidia und Microsoft – kostenlos und ohne Zusatzhardware.

„ThatsFact“: Praktisches Tool gegen Falschinformationen

Das Münchner Unternehmen MessengerPeople launcht „ThatsFact“ – eine Software, die speziell für das Fact-Checking auf WhatsApp entwickelt wurde. „ThatsFact“ ermöglicht es Mitgliedern des International Fact-Checking Networks (IFCN), NGOs und Medienunternehmen, per WhatsApp zu klären, ob Infos wahr oder falsch sind. Bereits über 15.000 Anfragen wurden seit Juni 2020 über „ThatsFact“ auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft. Foto: Reuters

Sport

Sonntags-Matinee: Derby-Time mit Lustenau gegen Dornbirn

Showdown im Planet-Pure-Stadion: Am Sonntag kommt es zum ersten Aufeinandertreffen der beiden Vorarlberger Zweit-Liga-Vertreter in der noch jungen Saison. Um 10.30 Uhr bittet die Lustenauer Austria den Tabellen-Nachbarn aus Dornbirn zum Tanz. Während die Grün-Weißen mit einem 2:1-Auswärtssieg bei Rapid II mit breiter Brust auflaufen, wollen die Rothosen gerade im Derby wieder Punkte einfahren. Foto: Stiplovsek

TERMINE

Jubiläumsausstellung 20I20

Bei der Ausstellung 20I20 in der Villa Falkenhorst in Thüringen lässt man bis 3. Jänner 2021 die letzten 20 Jahre Revue passieren.

Am Samstag wird es gruselig im Spielboden Dornbirn

Der Film „Halloween – Die Nacht des Grauens“ von John Carpenter ist gemacht für den Halloween-Samstag-Abend. Los geht er um 19.30 Uhr. Mit dem ursprünglichen Titel „The Babysitter Murders“ sollte dieser Film den Grundstein für moderne Horrorfilme legen. Das Drehbuch wurde innerhalb von zehn Tagen geschrieben. Er wurde zum einflussreichsten Film von Carpenters Karriere. Aber Achtung: Nichts für schwache Nerven. Tickets: www.spielboden.at Foto: Shutterstock

KINO

Borat ist wieder da!

In „Borat Anschluss Moviefilm“ will Sacha Baron Cohen Donald Trump einen Affen schenken – allerdings läuft nicht alles nach Plan. Jetzt auf ­Amazon Prime Video.

Am Freitag startet auf Disney+ die zweite Staffel „The Mandalorian“: Der namengebende Mandalorianer und das Kind alias „Baby Yoda“ ­setzen ihre gefährliche Reise fort. Bild: Disney

Neu IM KINO

Hexen hexen(ab morgen)Genre: Fantasy, KomödieDarsteller: Anne Hath­away, Stanley Tucci Regie: Robert ZemeckisNiemals selten ­manchmal immer (ab morgen)Genre: DramaDarsteller: Ryan Eggold, Talia RyderRegie: Eliza HittmanGreenland(30.10.)Genre: Action, ThrillerDarsteller: Gerard Butler, Morena Baccarin, Roger Dale Floyd, Scott GlennRegie: Ric Roman WaughMilla Meets Moses (30.10.)Genre: Tragikomödie Regie: S. Murph

„Becky“

Seit dem Tod ihrer Mutter vor einem Jahr brodelt es unheilvoll in der rebellischen 13-jährigen...

FKC Dornbirn zeigt: „Le jeune Ahmed“

Packendes Porträt des 13-jährigen Ahmeds, eines guten und gewissenhaften Schülers, der sich unter dem Einfluss eines Mentors in nur kurzer Zeit zum religiösen Fundamentalisten wandelt und seine Lehrerin attackiert. Cinema Dornbirn, Mittwoch, 4.11., 18 Uhr; Donnerstag 5.11., 19.30 Uhr (franz. OmU). Foto: Stadtkino

Leser

Festgesetzte Rettungsschiffe

Seit langer Zeit müssen wir die Untätigkeit der Europäischen Union und der österreichischen Bundesregierung ertragen und sind zur Mitwisserschaft und zu unmenschlichem Verhalten gebrandmarkt. Zurückgezogen in unserem Wohlstand unserer vier Wände versucht jede und jeder einen Weg des Ertragens zu finden – möglicherweise auch wegzuschauen. Die Rolle des Wegschauens fällt mir zunehmend schwerer und so kaufe ich mein schlechtes Gewissen durch die aktive Teilnahme an Demonstrationen, durch Beiträge der Nachbarschaftshilfe, durch Spenden an Amnesty International und an Ärzte ohne Grenzen ein wenig frei. Aus dieser Perspektive fällt mein Blick auf Menschen, die mit Courage und enormem persönlichem Engagement das tun, für das die Errungenschaft einer Zivilgesellschaft heute stehen könnte – das Akzeptieren von Völkerrecht, Rechtsstaatlichkeit, Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft. Und so arbeiten meine Helden etwa in Flüchtlingslagern und auf Rettungsschiffen. Kürzlich hat mich ein Newsletter von Ärzte ohne Grenzen mit folgendem Inhalt erreicht: „Wir dürfen nicht aus dem Hafen auslaufen. Wir dürfen unseren Einsatz nicht fortsetzen. Wir sitzen praktisch in der Falle.“ Dies berichtet aus dem Hafen von Palermo Hannah Wallace Bowman, Sprecherin auf dem Rettungsschiff Sea-Watch 4 und Ärzte ohne Grenzen Österreich informiert in diesem Zusammenhang, dass die Behörden unter fadenscheiniger Begründung, trotz mehrerer negativen PCR-Tests, eine systematische Verhinderungspolitik verfolge und so bereits fünf Rettungsschiffe in fünf Monaten in einem italienischen Hafen festgesetzt wurden. Demnach sollen Hilfsorganisationen ganz gezielt daran gehindert werden, Flüchtende in Seenot zu retten. Und die Auswirkungen sind erschreckend: So seien seit der Festsetzung der Sea-Watch 4 bereits mehr als 170 Menschen im Mittelmeer ertrunken. Völkerrechtliches Fehlverhalten und unterlassene Hilfeleistung sind strafbar – auch wenn dies unter Mithilfe der Mitgliedstaaten der Europäischen Union praktiziert wird. Ich bin fassungslos und erhebe meine Stimme. Gebt die Rettungsschiffe frei und lasst sie ihren Einsatz fortsetzen! Oliver Mössinger, Dornbirn

Nachhaltigkeit Vor ein paar Tagen ist mir ein Kalenderblatt aus dem heurigen...

Zeitgemäß?

Winston Churchill. Sind seine Erkenntnisse über Regierungsformen heute noch zeitgemäß, wie folgt? „Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen, abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind.“ Sehen wir nun die europäischen Demokratien im Vergleich zu den Diktaturen auf dieser Welt in der Zeit des Corona-Virus, als Beispiel an. In den Demokratien: Hohe Infektionszahlen (2. Welle?), Aufbegehren gegen Verordnungen von Personen, welche die Demokratischen Freiheiten in Gefahr sehen usw. Frage: Ist es ein Problem für Menschen in Demokratien in dieser Zeit, sich etwas zurück zu nehmen gegen über dem Anderen? Oder ist es ihnen lieber, in einer Diktatur zu leben wie China, wo die persönliche Freiheit hintangestellt wird. Laut Aussage von Xi Jinping ist „die KP Chinas die beste Regierungsform auf der Welt usw.“ Eine Regierungsform, in der Tibeter und Uiguren als Volksgruppe unterdrückt werden. Nur als Hinweis: Der Virus kam aus China. Wie sagt der Honkong-Aktivist Joshua Wong in einem Beitrag, „der Schatten Chinas wird auch euch einholen“. Sehr geehrte Bürger von Demokratien: Ich habe keine Lust auf diesen Schatten aus China. Für mich gilt das Zitat von Churchill: „Die Demokratie ist keine besonders gute Staatsform. Aber sie ist die beste, die ich kenne“. In diesem demokratischen Sinne, gutes Gelingen in der Corona-Zeit für ein demokratisches Verhalten. Oswald Klettl, Wolfurt

Bunt

Dichtende

LehrerInnenGab es vor einem Jahr für den Literaturnobelpreis an Peter Handke einigen Wirbel (das literarische Gesamtwerk wurde seinen politischen Kommentaren gleichgesetzt, was ein falscher Ansatz war), so herrschte bei der diesjährigen Literaturnobelpreis-Bekanntgabe Grabesstille. Heuer wurde der nahezu unbekannten US-amerikanischen Lyrikerin Luise Glück die höchste Auszeichnung verliehen, obwohl sie lediglich einige belanglose Gedichtbände veröffentlicht hatte, die sich teilweise durch gedanklichen Kitsch und Vermeidung gesellschaftlicher Strukturen auszeichneten. Somit wurden literarische Werte, für die der Literaturnobelpreis stehen sollte, durch diese Entscheidung mit Füßen getreten. Ich finde es persönlich noch ärgerlicher, dass nicht ein „ echter“ Dichter bzw. „echte“ Dichterin zum Zug kam. Die großen Dichter (Friedrich Hölderlin oder Georg Büchner), die keine literarischen Auszeichnungen erhielten, hatten existenzielle Notlagen und hinterließen dadurch der Nachwelt höchste Literatur. Luise Glück fällt unter die Kategorie „dichtende Lehrerin“. Das heißt, sie war eine finanziell unabhängige Beamtin. Deshalb bleiben ihre Gedichte abstrakt und beschreibungsarm. „Dichtende LehrerInnen“ waren für mich immer ein Horror, Hobby-Literaten jagen mir Schrecken ein. Sollten im Sog von „ dichtenden LehrernInnen“ nun auch einfältige Politiker sich als Filmregisseure oder Drehbuchautoren betätigen, dafür hohe Staatspreise bekommen, würde mir diese Tatsache endgültig den Schlaf rauben, denn meine Liebe gilt einzig und allein den „echten“ Künstlern und Literaten. Mag. Eduard Steininger,

Hinterfragen

Neben der immensen Belastung von Covid-19 hat dieser Virus auch sehr wichtige Aufgaben. Eine davon ist das Lösen aus der Fremdbestimmung. Durch die gesetzlichen Vorgaben in Bezug auf die Eindämmung des Virus fühlen sich immer mehr Menschen in ihrer Freiheit eingeschränkt. Mit der immensen Verbreitung von Angst und Panik haben sich die meisten Personen am Anfang an alle Vorgaben gehalten, ohne sie zu hinterfragen. Alternativmeinungen von anerkannten Wissenschaftlern wurden als Verschwörungstheorien abgestempelt. Durch die neuerlichen Einschränkungen fangen immer mehr Menschen an, sich auch aus anderen Quellen zu Informieren und eine eigene Meinung zu bilden. Dadurch lösen sie sich aus der Fremdbestimmung. Wir sind der Meinung, unser Leben selbst zu bestimmen und merken nicht, dass wir zum Beispiel durch Medien und Werbung in eine Richtung gelenkt werden, die bestimmten Gruppierungen und Firmen dienen. Durch immer mehr Automatisierung und künstliche Intelligenz wird uns im Alltag sehr viel Arbeit abgenommen, wir empfinden dies als Luxus, geraten aber immer mehr in eine vollkommene Abhängigkeit. Wir hören auf zu denken und hinterfragen und sind nur noch Marionetten. Es ist für die Menschheit überlebensnotwendig, wieder in die Eigenverantwortung zu kommen und unser Leben selbst zu bestimmen, sonst bestimmen bald Technik und Roboter über uns. Paul Sandholzer,

Echt tierisch … „Halloween is coming“ – ein Foto von Daniela. Foto: Privat

„Stell dir vor, Karl-Otto war in Amerika und hat Häuptling ‚Fließendes Wasser‘ und seine...

Unfassbar

Ein Geschichtslehrer wird nahe von Paris ermordet. Dies, weil er seinen Schülern den Sinn von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit an Beispielen erklärte. Der, wodurch auch immer radikalisierte Mörder, ist kein Schüler dieser Schule, sondern ein 18-jähriger in Moskau geborener Tschetschene. Seine Angehörigen wanderten mit ihm nach Frankreich aus. Dies ist vielleicht durch die Tatsache verständlich, dass moslemische Tschetschenen in Russland häufig Diskriminierungen ausgesetzt sind. Was ging bloß im Kopf des jungen Mannes vor? Hans Gamliel, Rorschach (CH)