Buchtipp: Grenzfieber – Land der Schmuggler und Schwärz(l)er von Sigi Schwärzler

„Die Zeit der Schmuggler geht zurück auf wirtschaftlich schwierige Zeiten bitterer Armut in unserem Land, wo viele Männer nicht wussten, wie sie ihre Familien ernähren sollten“, informiert Schwärzler. Am häufigsten geschmuggelt wurde im 19. Jahrhundert bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Tabak in verschiedenen Varianten, Zucker und Kaffee waren begehrte Güter, die in Österreich rar und teuer waren. Deshalb sah es manch einer als sein gutes Recht, jenseits der Grenze das zu besorgen, was ihm vermeintlich zustand. Davon konnte man, wenn auch risikoreich, leben oder ein Zubrot verdienen. Das Kapitel „Tödliche Begegnung nach Mitternacht“ liest sich wie ein Krimi und „Schmugglerkönig von St. Antönien“ erzählt eine tragische Geschichte aus dem Montafon. Die vielen Kapitel sind in sich geschlossene Geschichten. „So wird man das Buch immer wieder gern zur Hand nehmen“, ist sich Schwärzler sicher. Schmuggeln war natürlich strafbar und die Übertreter wurden verfolgt. Die Zöllner haben zuweilen auf die Schmuggler geschossen und es hat blutige, sogar tödliche Zwischenfälle gegeben. Das Buch Grenzfieber enthält von Sigi Schwärzler akribisch recherchierte Geschichten nicht nur über den Schmuggel von Waren, sondern auch von Menschen und Devisen. Erhältlich im Vorarlberger Buchhandel.

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