Neuer Bahnhof für Bregenz: Stadt setzt mit Planungsvereinbarung den nächsten Schritt

Modellbau der Mobilitätsdrehscheibe Bregenz. Foto: handout / Gnädinger Modellbau

Modellbau der Mobilitätsdrehscheibe Bregenz. Foto: handout / Gnädinger Modellbau

Landehauptstadt Bregenz plant neuen Hauptbahnhof.

Bereits im Juli 2019 hat die Stadt dem Grundsatz nach beschlossen, gemeinsam mit ÖBB und Land anstelle des alten Bahnhofes eine neue, moderne Mobilitätsdrehscheibe für Bregenz zu realisieren. Wie Bürgermeister DI Markus Linhart nach der Stadtvertretungssitzung vor kurzem mitteilte, habe man jetzt auf dieser Basis auch einer Planungsvereinbarung zugestimmt. In ihr werden Finanzierungsdetails und zeitlich-organisatorische Fragen rund um das Projekt geregelt. Damit kann es auch für Seestadt und Seequartier weitergehen. Gebaut werden soll die neue Mobilitätsdrehscheibe nach den Plänen des Architekturbüros Dietrich Untertrifaller. Sie sehen neben einem neuen Aufnahmegebäude und einem ÖPNV-Terminal eine neue Fußgängerunterführung sowie moderne Bahnsteige vor, die durch Lifte und Fahrtreppen barrierefrei erschlossen werden. Auch die Gleisanlagen werden erneuert. Stadt- und seeseitig sind erweiterte Bike-&-Ride-Anlagen geplant. Und die Fußgängerunterführung bei der Hypo-Bank wird ebenfalls neu gestaltet. Die gesamten Planungskosten belaufen sich auf rund drei Millionen Euro netto. Davon trägt die Stadt 600.000 Euro.

Baubeginn 2021

Baulich umgesetzt werden soll das Projekt in einem mehrjährigen Prozess mit ersten Schritten 2021. Bis zur Fertigstellung werden dann in Summe rund 77 Millionen Euro investiert. Davon übernehmen die ÖBB Infrastruktur AG 47,6 Millionen Euro, das Land Vorarlberg 14,7 Millionen Euro und die Landeshauptstadt Bregenz 14,4 Millionen Euro. Knapp 600.000 Euro steuert die Seequartier Projekt GmbH bei. Wie dringend Bregenz einen modernen und zukunftsweisenden Knotenpunkt für den öffentlichen Nah- und Fernverkehr braucht, geht aus einer aktuellen Untersuchung hervor. Sie prognostiziert für den Standort ab dem Jahr 2025 aufgrund der absehbaren Entwicklungen des ÖPNV im Tagesdurchschnitt zwischen 8.000 und 20.000 Fahrgäste.

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