Happy Birthday Fohrenburger!

Das darf auf keiner Feier fehlen: Bereits seit 140 Jahren sorgt die Oberländer Brauerei Fohrenburg für bierigen Genuss im Ländle.

Das darf auf keiner Feier fehlen: Bereits seit 140 Jahren sorgt die Oberländer Brauerei Fohrenburg für bierigen Genuss im Ländle.

Seit 1881 braut die Brauerei Fohrenburg in Bludenz bereits ihr Bier im Ländle – W&W sprach mit Geschäfts-führer Wolfgang Sila über das Jubiläum, die Marke und worauf sich die Vorarlberger in Zukunft freuen dürfen.

Herr Sila, Fohrenburger feiert 140 Jahre Brauerei Tradition – ein ganz besonderer Anlass zum Feiern. Wie groß ist die Freude über dieses Jubiläum und wie schwierig ist es, in diesen fordernden Zeiten diesen Geburtstag gebührend zu feiern? Als tief in der Region verwurzelte Brauerei sind wir richtig stolz auf 140 Jahre Vorarlberger Brautradition. 1881 gründete Ferdinand Gassner die „Bierbrauerei Fohrenburg“ und löste damit ein Versprechen an Freunde ein, seine Heimat mit bestem Bier zu versorgen. Ein Versprechen, das jedes Fohrenburger Bier bis heute erfüllt. Natürlich hätten wir gerne unser Jubiläum mit ganz „Fohrarlberg“ bei uns in der Brauerei gefeiert. Aber aufgrund der aktuellen Situation ist dies nicht in dem Ausmaß möglich, wie wir es gewohnt sind. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben.

Wie für jedes andere erfolgreiche Unternehmen – speziell mit so einer langen Firmengeschichte – gehört es auch für Fohrenburger dazu, sich immer neu zu erfinden, innovativ zu bleiben und heute schon das Bier für morgen zu denken und zu entwickeln: Was waren für Sie die größten Meilensteine der Firmengeschichte? Und worauf dürfen sich die Fohren-Fans in der Zukunft freuen? In den letzten Jahren waren wir sehr innovativ und haben viele neue und im Ländle einzigartige Produkte auf den Markt gebracht. Speziell hervorheben möchte ich das Braumeister Bio-Hofbier. Denn unser Bio-Hofbier ist ein Prosit auf nachhaltige regionale Zusammenarbeit. In Kooperation mit Vorarlberger Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern ist es uns gelungen, das einzige Bio-Bier mit 100 Prozent Bio-Braugerste aus Vorarlberg zu brauen. Darauf können wir richtig stolz sein, da dies im Ländle einzigartig ist. Diese Bierspezialität kann ich allen weiterempfehlen, die neben einem gutem Bier auch regionale Kooperationen schätzen. In Zusammenarbeit mit großteils Vorarlberger Firmen verfolgen wir in Bludenz ein ehrgeiziges und vor allem nachhaltiges Ziel. Wir wollen uns zur grünen Brauerei entwickeln und verbessern kontinuierlich unsere Energie- und Umweltbilanz.

2020 hat die Brauunion ihre Anteile an der Brauerei erhöht. Welche nennenswerten Veränderungen brachte die Übernahme mit sich? Fohrenburger bleibt Fohrenburger. Für unsere Kunden ändert sich nichts. Die Firma Rauch und ich bleiben ja auch weiterhin Miteigentümer. Aber das verstärkte Engagement der Brau Union tut dem Standort und der Marke Fohrenburger richtig gut. Regionalität ist für uns viel mehr als ein Lippenbekenntnis. Wir sind die einzige Brauerei, die Weizenbier und alkoholfreies Bier in Vorarlberg braut. Das Bio-Hofbier ist ein Erfolgsmodell. Regionaler kann man ein Bier gar nicht brauen. Und das Oberländer Ur-Spezialbier ist sowieso ein großes Liebesbekenntnis an unsere Vorarlberger Bierkultur.

Was bedeutet das konkret für den Standort Bludenz? Wir investieren schon jetzt kräftig in den Standort Bludenz. Aktuell wird über eine Million Euro in den Umbau der Produktion und über fünf Millionen Euro in die Erweiterung der Infrastruktur investiert. Davon profitieren auch die ausführenden regionalen ­Firmen.

Welches Ihrer Biere trinken Sie selbst besonders gern und warum? Das legendärste Vorarlberger Spezialbier natürlich … unser Jubiläum! Es ist kräftig-vollmundig im Geschmack und hat einen ganz besonderen Charakter – ebenso wie wir ­Vorarlberger.

Wie wichtig ist es in der aktuellen Situation, als Marke präsent zu sein und welche Möglichkeiten bieten sich Ihnen – auch in Bezug auf s’Fäscht? Corona macht das Festen und Beisammensein ja beinahe unmöglich? Als Marke ist es wichtig präsent zu sein. Dies ist aktuell nicht gerade einfach, da wir sehr stark in der Gastronomie, bei den größten Festen/Festivals im Ländle (Szene Openair, Poolbar Festival, MX Möggers und vielen mehr) und auf den heimischen Sportplätzen vertreten sind.

1881 produzierte Fohren 800.000 Liter Bier, 2011 waren es bereits über 15 Millionen – beeindruckende Zahlen. Wo ist das Bier mit dem Einhorn mittlerweile überall erhältlich und welche Märkte werden noch angepeilt? Unser Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren wieder jährlich 35 Millionen Liter Bier zu produzieren und somit auf eine Vollauslastung der Produktion zu kommen. Deshalb sind wir in diesem Bereich ständig auf der Suche nach neuen Mitarbeitern und werden im Laufe dieses Jahres bis zu 20 neue Mitarbeiter einstellen. Bei Interesse bitte gleich bei uns melden. Für uns ist Vorarlberg der wichtigste Markt. Nicht zu unterschätzen ist auch der Exportanteil nach Italien. Besonders freut es uns, seit diesem Jahr unser Bio-Hofbier an die Luftburg im Wiener Prater zu liefern. Die Luftburg ist das größte voll biozertifizierte Restaurant der Welt.

Kommen wir abschließend noch kurz zu Ihrem sagenumwobenen Logo, dem Einhorn. Das Ein­horn wurde in Bludenz bereits lange vor der Grün­dung der Fohrenburger Brauerei erwähnt. Haben Sie für unsere Leser vielleicht noch eine spannende Anekdote zum fabelhaften Wappentier? Legenden gibt es hier bei uns in der Alpenregion viele über das Einhorn. Heimisch ist das berühmte Fabelwesen in den Wäldern der Alpenstadt Bludenz schon ewig. Die erste wirklich offiziell bestätigte Sichtung des Einhorns reicht ins Jahr 1260 zurück. Sie sind aber sehr scheu (lacht).

<p class="caption">Geschäftsführer Wolfgang Sila schätzt besonders regionale Partnerschaften.</p>

Geschäftsführer Wolfgang Sila schätzt besonders regionale Partnerschaften.

„Unser Ziel ist es, in den nächsten fünf ­Jahren jährlich 35 Millionen Liter Bier zu produzieren und somit auf eine Vollauslastung der Produktion zu kommen.“ Wolfgang Sila

Wann & Wo | template