Schweres Beben auf Haiti

Das gestrige Erdbeben weckt schlimme Erinnerungen an das verheerende Beben im Jahr 2010, bei dem über 200.000 Menschen ihr Leben verloren. Foto: AP/dapd

Das gestrige Erdbeben weckt schlimme Erinnerungen an das verheerende Beben im Jahr 2010, bei dem über 200.000 Menschen ihr Leben verloren. Foto: AP/dapd

Haiti wurde gestern von einem Erdbeben der Stärke 7,2 erschüttert. Bis Redaktionsschluss waren 29 Tote zu beklagen. Die Behörden gehen aber von einer weitaus höheren Zahl aus.

Haiti ist gestern von einem heftigen Erdbeben erschüttert worden. Der Erdstoß habe eine Stärke von 7,2 erreicht, teilte die US-Erdbebenwarte USGS mit. Das Beben ereignete sich demnach in einer relativ geringen Tiefe von zehn Kilometern und zwölf Kilometer entfernt von der Ortschaft Saint-Louis-du-Sud im Südwesten der Insel Hispaniola, auf der neben Haiti auch die Dominikanische Republik liegt. In der Hauptstadt Port-au-Prince rannten viele Menschen in Panik aus ihren Häusern. Das Ausmaß der Schäden war zunächst nicht klar. Die US-Behörde USGS hält nach dem schweren Erdbeben an der Küste Haitis eine hohe Opferzahl für möglich. Sie rief gestern Alarmstufe Rot mit Blick auf mögliche Todesopfer aus. Die Behörde verwies außerdem auf das verheerende Erdbeben, dass sich im Jahr 2010 auf Haiti ereignet hatte. Das aktuelle Beben habe dieselbe Halbinsel Haitis erschüttert. Eine nach dem schweren Erdbeben herausgegebene Tsunami-Warnung wurde unterdessen wieder aufgehoben.

2010: Über 200.000 Tote, 1,5 Mio. obdachlos

Das Erdbeben von 2010 hatte erhebliche Schäden in der Stadt Port-au-Prince und den umliegenden Regionen veursacht. Damals kamen infolge der Katastrophe mehr als 200.000 Menschen ums Leben. Über 300.000 weitere Menschen wurden verletzt, rund 1,5 Millionen Menschen wurden obdachlos.

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