Klimatheater-Aktion an der PH Vorarlberg

Das war die ­Aufführung von „DreamSong“ von Heidi Kraay.

Das war die ­Aufführung von „DreamSong“ von Heidi Kraay.

Die Theater-Aktion war nicht nur ein voller Erfolg, sondern endete auch mit einer aufschlussreichen Erkenntnis zum Thema Klimawandel.

„Never too small: Climate Change Theatre Action“ – unter diesem Titel präsentierten am 10. November 2021 die Englisch-Studierenden der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg zusammen mit ihren Dozentinnen Angelika Ilg und Ingrid Gessner vier klimapolitische Kurztheaterstücke. Unterstützt wurden sie von der erfolgreichen Regisseurin Shana Bestock (USA), die im Rahmen eines „Fulbright“- und „Erasmus+“-Stipendiums an der PH Vorarlberg unterrichtete.

Einen Unterschied machen

Das Zitat für den Titel der Veranstaltung stammt von der Klima­aktivistin Greta Thunberg und lautet im gesamten Satz: „You are never too small to make a difference“. „Wir finden, dass dies ein passender Titel für unsere Aktion ist, da die Pädagogische Hoch­schule eine kleine, aber erfolgreiche Bildungsinstitution ist. Und obwohl Vorarlberg flächenmäßig ein kleines Bundesland ist, sind wir nicht zu klein, um einen großen Unterschied zu machen“, erläutert eine der Organisatorinnen, Hochschulprofessorin Dr. Ingrid Gessner. Climate Change Theatre Action (CCTA) steht für eine Reihe von Lesungen und Aufführungen kurzer Theaterstücke über den Klimawandel, die alle zwei Jahre zeitgleich mit der UN-Konferenz der Vertragsparteien (COP) weltweit aufgeführt werden (http://www.climatechange­theatreaction.com/events). Die Theateraktion an der PH Vorarlberg koinzidierte mit der UN-Konferenz in Glasgow, die vom 31. Oktober bis 12. November in Schottland stattfand. „Wir freuen uns riesig, dass unsere Aktion das Land Vorarlberg auf der weltweiten Karte der Aufführungsorte sichtbar macht“, betont Dr. Gessner.

Zu einem Perspektivenwechsel einladen

Die ersten Aufführungen fanden zeitgleich zur COP 2015 in Paris statt. Die großartige Leistung der SchauspielerInnen wurde von der fantasievollen Bühnenbildgestaltung der Klasse 4a der Praxismittelschule perfekt komplettiert. Die Schüler­innen und Schüler hatten gemeinsam mit ihrer Lehrerin Marie-Luise Bonner Bilder eines magischen Wesens und Entwürfe für die Renaturierung von urbanen Räumen gestaltet. Nach der Aufführung diskutierten alle Beteiligten mit den teilnehmenden Schulklassen aus der Praxisschule, dem Gymnasium Schillerstraße und mit Johannes Hartmann, dem Sprecher von ­„Fridays for Future Vorarlberg“. Eine Erkenntnis, die sich daraus er­gab, war, dass Kunst und Theater uns zu einem Perspektivenwechsel einladen, der durch Empathie und nicht über Schuldgefühle funktioniert. Am Schluss waren sich alle einig, dass Veranstaltungen wie diese einen festen Platz in der Lehrendenausbildung haben sollten. Pläne für das kommende Jahr existieren bereits.

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