Region Donezk im Visier

Ein getarnter ukrainischer T-72-Panzer an der Frontlinie. Foto: AFP

Ein getarnter ukrainischer T-72-Panzer an der Frontlinie. Foto: AFP

Die russische Armee nimmt nach der Einnahme des Gebiets Luhansk nach ukrainischen ­Angaben nun von dort aus zunehmend die Region Donezk ins Visier.

Die Besatzer führten Angriffe von Lyssytschansk aus in Richtung Westen, sagte der ukrainische Gouverneur von Luhansk, Serhij Hajdaj, gestern. „Wir geben uns Mühe, die bewaffneten Gruppierungen der Russen auf ganzer Linie ­aufzuhalten.“

„Echte Hölle“

Allerdings greifen sie Hajdaj zufolge von mehreren Seiten an und versuchen, tief in das benachbarte Gebiet vorzudringen. Sie erzeugen demnach eine „echte Hölle“ durch Raketenangriffe und Artilleriebeschuss. Die ukrainischen Streitkräfte leisteten aber tapfer Widerstand, sagte Hajdaj. Russland dürfte als nächstes im Gebiet Donezk die größeren Städte Slowjansk und Kramatorsk im Blick haben.

Mehrere Gebiete unter Beschuss

Es ist erklärtes Ziel Moskaus, die Region komplett der ukrainischen Kontrolle zu entreißen. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs in Kiew gab es auch in anderen Teilen des Landes Beschuss, darunter in den Gebieten Charkiw und Tschernihiw. Dabei sei auch zivile Infrastruktur getroffen worden. Durch den ukrainischen Widerstand habe „der Feind erhebliche Verluste erlitten“, teilte der Generalstab in Kiew mit.