56 Prozent mehr Zuwanderung

(v.l.) Vizekanzler Reinhold Mitterlehner mit Minister Sebastian Kurz.
(v.l.) Vizekanzler Reinhold Mitterlehner mit Minister Sebastian Kurz.

Laut Vorab-Infos zum Integrationsbericht kamen 2015 um 56 Prozent mehr Menschen nach Österreich.

Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) gewährte gestern einen Einblick in den Integrationsbericht 2016, der am Dienstag präsentiert werden soll. Laut ersten Informationen kamen im Vorjahr 214.400 Personen nach Österreich (das sind plus 56 Prozent gegenüber 2014).

100.000 Auswanderer

Gleichzeitig verließen 101.300 Personen das Land. Der Zuwanderungssaldo betrug also rund 113.000 Menschen, die nun ebenfalls in Österreich leben.

Die Hälfte sind Flüchtlinge

Die Hälfte aller Zuzüge entfiel auf Flüchtlinge. Hier war der Saldo mit Syrien am höchsten (+21.900), gefolgt von Afghanistan (+18.600) sowie dem Irak (+10.000). Weitere 91.600 Zuzüge entfielen auf EU-Bürger und die Schweiz. Die meisten Zuzüge aus der EU stammten aus Rumänien (+17.500), Deutschland (+17.000) sowie Ungarn (+14.400). Kurz verlangte auf Grundlage dessen Maßnahmen, „um den Zustrom nach Österreich nachhaltig zu reduzieren“.

Asyl-Notverordnung

Auch Vizekanzler und ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner drängt darauf, die Asyl-Notverordnung bereit zu machen. „Wie der Innenminister halte ich eine vorbereitende Vorgangsweise für sinnvoll, also dass man schon jetzt in Begutachtung geht“, sagte er in einem Interview. In Kraft treten solle sie, „wenn es notwendig ist“, so der Vizekanzler.

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