Putin: Nordkorea-Sanktionen sinnlos

Putin und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping beim BRICS-Gipfel. Foto: AP

Putin und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping beim BRICS-Gipfel. Foto: AP

Der russische Präsident warnt vor „militärischer Hysterie“. Südkorea und die USA plädieren für schärfere Sanktionen.

Die Weltgemeinschaft ist ge­­spalten, wie Nordkorea nach seinem bisher stärksten Atomtest zur Räson gerufen werden soll. Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnete schärfere Sanktionen gegen das international isolierte Land als „sinnlos“. Ähnlich reagierte China. Im Gegensatz dazu plädieren die USA und Südkorea für schärfere Strafmaßnahmen. Sie werden auch von Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützt. Am Wochenende würden sich die EU-Außenminister in Gymnich bei Köln über eine Ausweitung der Druckmittel beraten, kündigte Merkel im Bundestag an.

USA für Sanktionen

Die USA warfen Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un vor, einen Krieg provozieren zu wollen. Als Reaktion auf den bisher größten Atomtest Pjöngjangs sucht US-Präsident Donald Trump im Weltsicherheitsrat innerhalb einer Woche „größtmögliche Sanktionen“.

„Er bettelt um Krieg!“

In der Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates in New York warf die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley dem nordkoreanischen Machthaber vor, einen Krieg anzetteln zu wollen. „Sein missbräuchlicher Einsatz von Raketen und seine nuklearen Drohungen zeigen, dass er um Krieg bettelt“, sagte Haley. „Krieg ist nie etwas, was die USA anstreben. Aber die Geduld unseres Landes ist nicht grenzenlos.“

Artikel 1 von 1