Millionenschwerer Ausfall

Das Hauptverfahren könnte noch viel höhere Forderungen bringen. Symbolfoto: APA

Das Hauptverfahren könnte noch viel höhere Forderungen bringen. Symbolfoto: APA

Die Insolvenz des Feldkircher Holzprodukte-Produzenten Martin Holz im Jahr 2016 führt zum ersten millionenschweren Totalausfall, berichtet die Wirtschaftspresseagentur. Wie aus der Insolvenzdatei hervorgeht, wurde das im Dezember 2016 eröffnete Konkursverfahren über die Martin Holz GmbH mangels Kostendeckung Anfang September 2017 rechtskräftig aufgehoben. Nach Angaben von Regina Nesensohn vom KSV1870 Vorarlberg belaufen sich die von Masseverwalter Richard Bickel anerkannten Forderungen der Gläubiger auf rund 1,9 Millionen Euro.

Dienstnehmer warten
auf 417.000 Euro

Aufgrund der Aufhebung mangels Kostendeckung gibt es für die 25 Gläubiger in dem Verfahren selbst keine Quote auf ihre Forderungen. Zu den größten Gläubigern gehört ein bankennahes Leasingunternehmen mit rund 845.000 Euro, gefolgt von den Dienstnehmern mit 417.000 Euro. Ihre Forderungen werden vom Insolvenzausfallgeldfonds übernommen, der seinerseits in diesem Verfahren auch mit keiner Quote rechnen kann.

Erst der Anfang

Die Insolvenz der Martin Holz GmbH ist allerdings nur der erste Schritt in dieser Firmenpleite, denn das Unternehmen war lediglich die Komplementärgesellschaft der operativ tätigen Martin Holz GmbH & Co KG. Dieses Verfahren ist nach Angaben von Regina Nesensohn noch am Laufen, wobei von weit höhreren Gläubigerforderungen auszugehen sei.

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