Katalonien: Konflikt um Referendum spitzt sich zu

Das Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien birgt Sprengpotenzial. Foto: Reuters

Das Unabhängigkeitsreferendum in
Katalonien birgt Sprengpotenzial. Foto: Reuters

Heute soll das um-strittene Referendum in Katalonien stattfinden. Madrid verschärfte gestern die Gangart.

Trotz eines Verbots durch das Verfassungsgericht in Madrid und gegen zahlreiche Behinderungsaktionen der spanischen Behörden will die katalanische Regionalregierung von Carles Puigdemont heute das „verbindliche Referendum“ abhalten. Zur Stimmabgabe sind mehr als 5,3 Millionen Katalanen aufgerufen. Die Gegner der Unabhängigkeit und der Abstimmung wollen inzwischen nicht teilnehmen.

Proteste in ganz Spanien

Befürworter des Referendums hielten gestern dutzende Schulen in Katalonien besetzt, damit diese heute als Abstimmungslokale für das von Madrid untersagte Referendum genutzt werden können. Die Polizei riegelte daraufhin 1300 der rund 2300 Wahlbüros in Katalonien ab. Die Separatisten der spanischen Region Katalonien wollen bei ihrem heutigen Unabhängigkeitsreferendum die Marke von einer Million Teilnehmern knacken. In ganz Spanien sind gestern tausende Gegner und Unterstützer der Separatisten auf die Straßen gegangen, um ihren Unmut bzw. Zustimmung zu äußern.

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