Supermarkt-Erpresser: 53-jähriger Mann gestand gestern die Tat!

Der mutmaßliche Täter gestand mittlerweile die Tat. Fotos: AP, AFP

Der mutmaßliche Täter gestand mittlerweile die Tat. Fotos: AP, AFP

Der mutmaßliche Täter wurde bereits am Freitag in Ofterdingen festgenommen.

Der mutmaßliche Supermarkt-Erpresser hat die Vorwürfe gegen ihn gestanden. Außerdem habe er dem Haftrichter gesagt, dass er keine weiteren vergifteten Lebensmittel verteilt habe. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei gestern in Konstanz mit. Gegen den 53-Jährigen aus dem Kreis Tübingen war Haftbefehl erlassen worden, er wurde bereits in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Der Vorwurf gegen den Verdächtigen lautet auf versuchte räuberische Erpressung.

Psychisch auffällig

Der Mann drohte mit der Vergiftung von Lebensmitteln. Die Polizei fahndete tagelang mit Hochdruck. Den Ermittlern zufolge war er psychisch auffällig.

Trotzdem Vorsicht geboten

„Die Verbraucher sollten nach wie vor beim Einkauf wachsam sein“, sagte Polizeisprecher Markus Sauter in Konstanz. Trotz der veränderten Situation sollten die Menschen darauf achten, ob Produkte manipuliert seien, und im Zweifelsfall die Polizei informieren. In einem Drogeriemarkt im rheinland-pfälzischen Speyer ist es gestern noch zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Am Vormittag sei ein verdächtiger Gegenstand gefunden worden. Der Markt sei geschlossen worden, um das Sortiment zu untersuchen. Es müsse aber noch geprüft werden, ob der Fund in Zusammenhang mit dem Supermarkt-Erpresser steht.

Auch in Vorarlberg gesucht

In Vorarlberg wurde mit dem Hubschrauber gefahndet. Insgesamt gingen bei der Polizei 1900 Hinweise aus der Bevölkerung ein. Im Rahmen der Verhaftung wurden bei dem mutmaßlichen Täter Gegenstände sichergestellt, die mit dem Fall in Verbindung stehen, darunter auch eine Flasche mit dem giftigen Mittel Ethylenglykol. Im Amtsgericht Ravensburg wurde er gestern von einem Haftrichter verhört. Der Vorwurf: Versuchte schwere räuberische Erpressung. Ihm drohen bis zu 15 Jahre Haft bei einer Verurteilung. Eine mögliche Beschuldigung wegen versuchter Tötung schließt man nicht aus. Bei Schuldspruch könnte er zu lebenslanger Haft verurteilt werden.

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