Gemischte Gefühle nach Absage durch Konzern

Es gelte den gesellschaftlichen Trends zu folgen – das mache neue Entwicklungen notwendig, so der Möbelhersteller Ikea. Symbolfoto: Reuters

Es gelte den gesellschaftlichen Trends zu folgen – das mache neue Entwicklungen
notwendig, so der Möbelhersteller Ikea. Symbolfoto: Reuters

Nachdem gestern bekannt wurde, dass das Projekt Ikea in Lustenau nicht umgesetzt werden wird, meldeten sich Politiker zu Wort.

Der Möbelhändler Ikea hat seine Expansion nach Vorarlberg abgesagt. Man habe das Projekt in Lustenau „auf Eis gelegt“, hieß es gestern aus der österreichischen Konzernzentrale. Als Gründe führte das Unternehmen unter anderen eine „Veränderung der Konzernstrategie für etablierte Märkte“ an. Was aus der in Lustenau angesetzten Volksabstimmung zur Ikea-Ansiedlung wird, war vorerst offen. Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer nahm den Projektstopp mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis. Man werde unabhängig von den Entwicklungen im Ikea-Konzern wie bisher an der Gemeindeentwicklung weiterarbeiten. Er habe auch bereits Kontakt mit der Bürgerinitiative „Lebenswertes Lustenau“ aufgenommen, die eine Volksabstimmung zur möglichen Ansiedlung eines Ikea-Einrichtungshauses in Lustenau initiiert hat. Für LR Karlheinz Rüdisser kommt die Entscheidung überraschend. Für ihn sei es aber „irgendwo absehbar“ gewesen. Es sei eine Entscheidung des Unternehmens, die zu akzeptieren ist. „Die Geschäftsstrategie wird derzeit hinterfragt. Wenn dies geklärt ist, dann kann entschieden werden, in welcher Form und ob überhaupt eine Realisierung an diesem Standort erfolgen soll.“

„Verkehr nicht bewältigbar“

Auch der Grüne Gemeindevertreter Daniel Zadra bezieht Stellung: „Ikea bestätigt als einer der entscheidenden Gründe für ihren Rückzug das, was wir Grüne seit Monaten wiederholen. Der zusätzliche Verkehr ist nicht bewältigbar. Wir müssen diese Chance jetzt für die Menschen in Lustenau nutzen. Nun muss der Kaufvertrag rückabgewickelt werden, damit eine bessere Nutzung für das Grundstück ausgearbeitet werden kann.“

<p class="caption">Kurt Fischer</p>

Kurt Fischer

<p class="caption">Karlheinz Rüdisser</p>

Karlheinz Rüdisser

<p class="caption">Daniel Zadra</p>

Daniel Zadra

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