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Westmächte seien „wie Hooligans“

Boden-Luft-Raketen erhellten den Nachthimmel von Damaskus. Fotos: AP, APA

Boden-Luft-Raketen erhellten den Nachthimmel von Damaskus. Fotos: AP, APA

Nach den Angriffen in Syrien übte Russland gestern scharfe Kritik im UN-Sicherheitsrat.

Donald Trump hat die Luftangriffe der USA, Frankreichs und Großbritanniens auf Ziele in Syrien als vollen Erfolg gewertet. Es sei ein „perfekt ausgeführter Schlag“ gewesen, schrieb er gestern Vormittag (Ortszeit) auf Twitter. Als Vergeltung für einen mutmaßlichen Giftgaseinsatz in Duma eine Woche zuvor hatten Streitkräfte der drei Länder in der Nacht mehr als 100 Geschosse auf mindestens drei Ziele abgefeuert. Nach US-Angaben waren dies ein Forschungszentrum bei Damaskus, eine mutmaßliche Lagerstätte für chemische Waffen sowie eine Kommandoeinrichtung bei Homs.

„Bruch des Völkerrechts“

Syrien und seine Verbündeten Russland und Iran verurteilten den Angriff aufs Schärfste. Der russische Präsident Wladimir Putin sprach von einem Bruch des Völkerrechts und verlangte eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates, der noch gestern in New York zusammentrat.

Russland gegen USA

UN-Generalsekretär António Guter­res mahnte eingangs der Sitzung zur Zurückhaltung. Es müsse alles vermieden werden, was die Situation weiter eskalieren lasse. Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja nannte den Angriff eine aggressive Aktion Amerikas und seiner Alliierten. Dies sei neokoloniales Auftreten und erinnere an das Verhalten von „Hooligans“. Nebensja sagte, es gebe keinerlei Beweise für den Einsatz chemischer Waffen. Die Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, bezeichnete die Militärschläge in der Dringlichkeitssitzung hingegen als legitim und angemessen. Die USA und ihre Alliierten hätten die syrische Regierung zur Verantwortung für den Einsatz chemischer Waffen gezogen.

<p class="caption">Emmanuel Macron, Theresa May und Donald Trump sind sich einig.</p>

Emmanuel Macron, Theresa May und Donald Trump sind sich einig.