Polizei sprengt Drogenring

Im Oktober wurde der Hauptverdächtige in Vorarlberg festgenommen. Symbolfoto: APA

Im Oktober wurde der Hauptverdächtige in Vorarlberg festgenommen. Symbolfoto: APA

Länderübergreifende Ermittlungen, die seit 2015 laufen, führten auch in Vorarlberg zu Festnahmen. 160 kg Suchtgift wurden sichergestellt.

Bei einer Tagung des Bundeskriminalamtes zum Thema „Balkan Kartelle und andere polykriminelle Banden“ in Zauchensee ist gestern über eine erfolgreiche Zerschlagung eines internationalen Drogenrings informiert worden. Es kam seit 2015 zu Festnahmen von 54 Verdächtigen in Österreich, Serbien und in der Schweiz. 160 Kilo Drogen zum Straßenverkaufswert von 1,3 Mio. Euro wurden sichergestellt.

Hauptverdächtiger in Vorarlberg festgenommen

Die Bande soll Suchtgift im großen Stil von Serbien in die Schweiz und Österreich geschmuggelt und dort verkauft haben. Im September 2015 ergaben sich nach Festnahmen von Heroindealern im Kanton St. Gallen in der Schweiz konkrete Hinweise gegen einige Hintermänner einer aus Serbien stammenden Drogenschmugglerbande. Im Zuge der „Operation Smart“ wurde erhoben, dass die Bande Heroin und Marihuana vom Balkan in die EU und in die Schweiz schmuggeln ließ. Im Oktober 2016 wurden in einem serbischen Lastwagen 35 Kilogramm Marihuana sichergestellt, im März 2017 mehrere Verdächtige festgenommen und 2,5 Kilo Heroin konfisziert. Beim 47-jährigen Hauptverdächtigen klickten im Oktober 2017 in Vorarlberg die Handschellen. Auch seine engsten Mitarbeiter, zwei Österreicher, ein Italiener und eine Serbin wurden bei der koordinierten Aktion in Hard festgenommen. Zwei davon sind bereits rechtskräftig verurteilt worden.

Überfall verhindert

Im Rahmen der „Operation Smart“ habe man im November 2017 einen lukrativen Raubüberfall auf ein Spielcasino in Lindau verhindern können, betonte der Direktor des Bundeskriminalamtes, Franz Lang, vor Journalisten in Zauchensee in Salzburg. Auch diese Tätergruppe habe gewusst, was die Polizei könne und was nicht, denn die Verdächtigen benutzten zur Kommunikation wie viele andere Kriminellen Messenger-Dienste, die polizeilich nicht überwacht werden.

Drogen- und Geldbunker

Bei der „Operation Smart“ kam ans Tageslicht, dass zur Zwischenlagerung des Suchtgiftes in Schweizer Parks Bunker angelegt wurden. „Ähnliches passiert auch mit Geld“, sagte Lang.

Wann & Wo | template