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Höhlendrama hat ein Ende – alle Eingeschlossenen befreit

17 Tage mussten die zwölf Jungen und ihr Fußball-Trainer in der Dunkelheit der Höhle ausharren – bis zur Rettung durch Thai Navy Seals.

17 Tage mussten die zwölf Jungen und ihr Fußball-Trainer in der Dunkelheit der Höhle ausharren – bis zur Rettung durch Thai Navy Seals.

Aufatmen in Thailand: Rettungskräfte brachten gestern die letzten in der Höhle Gefangenen ans Tageslicht.

Das Höhlendrama in Thailand ist vorbei. Und es hat ein glückliches Ende. Alle zwölf Jungen und auch ihr Trainer sind gerettet. Nach 17 Tagen in einer dunklen Höhle ist die Fußball-Jugendmannschaft und ihr Trainer gerettet. Dies teilte die thailändische Marine gestern mit. Die letzten fünf Eingeschlossenen wurden von Spezialtauchern in einem hochgefährlichen Einsatz über Stunden hinweg ins Freie gebracht. Nach ersten Angaben der Ärzte haben die Geretteten die lange Zeit des Zittern und Bangens verhältnismäßig gut überstanden. Das glückliche Ende des Höhlendramas grenzt für viele an ein Wunder. Auch Experten hatten es kaum für möglich gehalten, das Team der „Wildschweine“ aus ihrem Zufluchtsort in vier Kilometern Tiefe sicher nach draußen zu bringen. Der Weg zurück ans Licht dauerte jeweils mehrere Stunden. Große Teile der Höhle waren überflutet. Keines der Kinder hatte Erfahrung im Tauchen, weshalb sie von den Profis in den Schlepptau genommen wurden. Manche Stellen in der Tropfsteinhöhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non waren so eng, dass auch die Kinder kaum durchpassten. Als Vorletzter der insgesamt zwölf Spieler kam der Jüngste nach draußen. Er ist erst elf. Als Ziel gab Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn aus, bis zum Abend alle Eingeschlossenen herauszuholen – was dann innerhalb von etwa acht Stunden auch tatsächlich gelang. Bei den ersten beiden Tauch-Aktionen am Sonntag und Montag waren bereits acht Jungen gerettet worden, jeweils in Vierer-Teams. Ihnen geht es verhältnismäßig gut. Sie sollen aber noch mindestens eine Woche im Krankenhaus bleiben. Gestern entschieden die Retter dann aber, die restlichen fünf Eingeschlossenen alle herauszuholen. Niemand wollte dem Trainer oder gar einem der Jungen zumuten, eine weitere Nacht in der Dunkelheit ausharren zu müssen.

Positive Signale
aus dem Krankenhaus

Nach Angaben der behandelnden Ärzte geht es den anfangs Geretteten den Umständen entsprechend gut. Die Kinder sollen jetzt aber noch mindestens eine Woche im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai bleiben. Zwei haben minder bis schwere Lungen-Infekte. Nach den mehr als zwei Wochen in der Dunkelheit müssen alle zum Schutz vor dem Tageslicht Sonnenbrillen tragen. Die ersten bekamen auch schon Besuch von Eltern und Geschwistern. Allerdings durften sie sich nur durch Glasscheiben sehen, aus Angst vor Infekten.

<p class="caption">Vergangene Woche ließ Navy Seal Samarn Poonan bei einem Rettungs­versuch sein Leben.</p>

Vergangene Woche ließ Navy Seal Samarn Poonan bei einem Rettungs­versuch sein Leben.

<p class="caption">Klassenkameraden beteten für die glückliche Rettung ihrer Schulkollegen. </p>

Klassenkameraden beteten für die
glückliche Rettung ihrer Schulkollegen. 

<p class="caption">Die Bilder der ersten Kontaktaufnahme gingen um die Welt.  Fotos: AFP, Reutesrs, Thai Navy Seals </p>

Die Bilder der ersten Kontaktaufnahme gingen um die Welt.  Fotos: AFP, Reutesrs, Thai Navy Seals

<p class="caption">Mit Hubschraubern und Krankenwagen wurden die Geschwächten in die nächstliegenden Krankenhäuser transportiert. </p>

Mit Hubschraubern und Krankenwagen wurden die Geschwächten in die nächstliegenden Krankenhäuser transportiert.