Kickl will Möglichkeiten für Abschluss prüfen

Herbert Kickl

Herbert Kickl

Der Plan, den Zugang zur Lehrausbildung für Asylwerber abzuschaffen, erntet weiterhin scharfe Kritik.

Als „unglücklichen Erlass, der aufgehoben wird“, bezeichnete Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) die Entscheidung der Regierung, die Möglichkeit von Lehrlingsausbildungen für Asylwerber bis 25 Jahren wieder abzuschaffen. Man werde bei Personen mit negativem Asylbescheid prüfen, „ob es die Möglichkeit gibt, ob der eine oder andere die Lehre fertig machen kann, bevor er das Land verlässt“. Es gelte dabei zu klären, wann die Lehre begonnen wurde und wo diese gemacht wird, etwa ob die entsprechende Lehrstelle speziell für diese Personengruppe geschaffen wurde. Zeitlich festlegen wollte sich der Innenminister nicht: „Wir werden das mit einem entsprechenden Augenmaß angehen und nehmen uns die Zeit, die es braucht.“ Auf die Frage, ob er Weisung erteilen werde, in diesen Fällen ein etwaiges humanitäres Bleiberecht als Möglichkeit für einen Aufenthaltstitel zu prüfen, sagte Kickl, dass dies ohnehin schon gegenwärtig entsprechend berücksichtigt werde. WK-Präsident Harald Mahrer (ÖVP) sprach sich gestern für eigene Aufenthaltstitel aus. Diese seien „extrem schnell zu erarbeiten“. Auch für ein Bleiberecht in Lehre gebe es vielfach „positive Argumente“.

Wann & Wo | template