Kritik an Schülerbetreuung

Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink reagiert auf die RH-Kritik. Foto: Steurer

Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink reagiert auf die RH-Kritik. Foto: Steurer

Rechnungshof fordert Verbesserungen in Ablauf und Organisation. LR Schöbi-Fink möchte diese Anregungen „sukzessive umsetzen“.

Der Landes-Rechnungshof Vorarl­berg (RH) hat gestern das Land für seine Handhabung der Schülerbetreuung an allgemeinbildenden Pflichtschulen scharf kritisiert. Der RH konnte dabei nicht feststellen, wie viele Kinder in welchem Ausmaß welche Betreuungsformen in Anspruch nehmen. Die angekündigte Verdoppelung der verschränkten Ganztagsklassen ist nicht erfolgt. Der RH nahm im Prüfzeitraum (2011 bis 2017) insbesondere die Deckung des Betreuungsbedarfs unter die Lupe. Wie sich zeigte, wurden die Betreuungsangebote oft vermischt angeboten – grundsätzlich können Schulkinder außerschulisch in Mittags- und Nachmittagsbetreuungen oder im Rahmen einer Ganztagsschule betreut werden. Während die Ganztagsschule auch bildungspolitische Ziele verfolgt, geht es bei der Mittags- und Nachmittagsbetreuung vorrangig um die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

„Sukzessive umsetzen“

„Die im Prüfbericht des Landes-Rechnungshofes enthaltenen Anregungen werden wir aufnehmen und sukzessive umsetzen“, betont die Landesrätin. Schöbi-Fink nennt die Abschaffung der Landesförderung für die Erstausstattung von Schülerbetreuungen als Beispiel. Auch die Vereinheitlichung von Begriffen könne natürlich in Angriff genommen werden. Der Landes-Rechnungshof habe auch recht hinsichtlich der Wichtigkeit eines Gesamtkonzeptes bei der Schülerbetreuung, so die Bildungslandesrätin weiter: „Es braucht eine klare Strategie. Wir sind bemüht, dies umzusetzen, auch wenn es ein langfristiger und aufwendiger Prozess ist. Hier braucht es viele Partner.“ Schon bisher gab es eine Reihe an Infoveranstaltungen, um Schulerhalter über die rechtlichen Grundlagen gut zu informieren. Außerdem wurde eine neue Landesrichtlinie beschlossen. Aktuelle Förderinformationen werden auf der Website des Landes Vorarlberg gut nachvollziehbar zur Verfügung gestellt.

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