„Wir wissen, das ist machbar“

Landesrat Christian Bernhard und Landesrätin Katharina Wiesflecker mit Sanitätsdirektor Wolfgang Grabher im gestrigen Pressefoyer. Foto: VLK/Gerhard Wirth

Landesrat Christian Bernhard und Landesrätin Katharina Wiesflecker mit Sanitätsdirektor Wolfgang Grabher im gestrigen Pressefoyer. Foto: VLK/Gerhard Wirth

Das Land Vorarlberg strukturiert die Pflegeausbildung um. Diese soll schrittweise an die FH Vorarlberg überführt werden.

Vorarlberg ist bei der Ausbildung von Pflegepersonal vor allem für die Spitäler gut auf Kurs. In der Langzeit- und Hauskrankenpflege sucht man hingegen „händeringend“ nach diplomiertem Personal. Mit der Verschränkung der Lerninhalte beider Bereiche in der Ausbildung und anderen Maßnahmen will man Absolventen auch für die Arbeit in Pflegeheimen und in der ambulanten Pflege erreichen.

Gesamtkonzept ist wichtig

„Es gibt mittlerweile kaum eine Vorarlberger Familie, wo Pflege kein Thema ist“, stellte Landesrat Christian Bernhard (ÖVP) gestern im Anschluss an die Regierungssitzung fest. Die Nachfrage nach dem nötigen Pflegepersonal zu decken habe deshalb höchste Priorität. So wird etwa laut Regierungsbeschluss im kommenden Jahr die Zahl der Ausbildungsplätze für den Bachelor-Studiengang „Gesundheits- und Krankenpflege“ an der Fachhochschule (FH) Vorarlberg von derzeit 29 auf mindestens 50 erhöht. Bis 2023 sollen dann stufenweise 155 Plätze angeboten und damit die Ausbildung in der gehobenen Pflege ganz von den Krankenpflegeschulen auf die FH verlagert werden. 155 Absolventen für den gehobenen Dienst werden jedes Jahr benötigt, damit in zehn Jahren die in der Bedarfserhebung ermittelten zusätzlichen 400 Mitarbeiter im Pflegebereich erreicht werden. „Wir wissen, das ist machbar“, sagte Bernhard. Vor allem in den Pflegeheimen fehlt es aber nach wie vor an Personal. In der Hauskrankenpflege habe hingegen die Kampagne „Pflege berührt“ zu einer leichten Entspannung beigetragen, informierte Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne).

Wann & Wo | template