Abschiebung von Qamar ist erfolgt

Kämpften bis zum Schluss: Laura Melzer, Qamar Abbas und Norbert Loacker (ÖGB) während einer Verhandlungs­pause im BVwG Linz (v.l.n.r.). Foto: handout/Melzer

Kämpften bis zum Schluss: Laura Melzer, Qamar Abbas und Norbert Loacker (ÖGB)
während einer Verhandlungs­pause im BVwG Linz (v.l.n.r.). Foto: handout/Melzer

Der pakistanische Asylwerber Qamar Abbas wurde gestern abgeschoben. Für ÖGB- Landesvorsitzenden Norbert Loacker ein „unwürdiges Vorgehen“.

„Es ist einfach eine Sauerei, wie in diesem Fall von Seiten der zuständigen Behörde vorgegangen worden ist,“ macht ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker seinem Ärger über die Abschiebung des Pakistani Qamar Abbas, der in Lustenau eine Lehre gemacht hat, Luft. Loacker war bei der Anhörung am Donnerstag dabei, die der Anwalt von Qamar als „Farce“ bezeichnet hat. Das Verfahren sei zudem von Fehlern gespickt, wie auch das Bundesverwaltungsgericht bestätigt hat. „Was da passiert ist, ist eines Rechtsstaates unwürdig. Es muss Konsequenzen für die Verantwortlichen zur Folgen haben“, fordert Loacker. Das Bundesverwaltungsgericht hat diese Woche bestätigt, dass in der Bearbeitung des Antrags auf humanitäres Bleiberecht Fehler gemacht wurden. „Allein deswegen hätte Qamar nun keinesfalls abgeschoben werden dürfen. Qamar muss Gerechtigkeit erfahren, ansonsten muss unser Rechtssystem und das Asyl- und Fremdenwesen zu tiefst hinterfragt werden. So ein Vorgehen, wie in diesem Fall ist eines Rechtsstaates nicht würdig“, betont der ÖGB-Landesvorsitzende abschließend.

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