12 Millionen Euro für Jugendbeschäftigung

Über vier Millionen Euro vom Land fließen in Maßnahmen für Jugendliche. Foto: Steurer

Über vier Millionen Euro vom Land fließen in Maßnahmen für Jugendliche. Foto: Steurer

Trotz einer niedrigen Jugendarbeitslosigkeit investieren das Land Vorarlberg und das AMS weiter in arbeitsmarkt­politische Maßnahmen für Jugendliche.

Obgleich die Jugendarbeitslosigkeit heuer mit rund fünf Prozent recht niedrig ist, fließen heuer insgesamt 11,9 Mio. Euro in diesen Bereich, 4,2 Mio. Euro davon stammen aus Landesmitteln. 2019 werde die Summe „in etwa gleich hoch sein“, sagte LH Markus Wallner gestern in Bregenz.

Talente-Check

„Ohne Qualifikation ist es auch bei Hochkonjunktur schwierig, einen Job zu finden“, stellte der Landeshauptmann im Anschluss an die Regierungssitzung fest. Jugendliche müssten deshalb umfassend bereits vor der Berufswahl unterstützt werden. Besonders große Stücke hält Wallner deshalb auf den Talente-Check des BIFO (Beratung für Bildung und Beruf), der jährlich in ganz Vorarlberg 4000 Mädchen und Buben der 7. und 8. Schulstufe (Mittelschule und Gymnasium) erfasse. Dabei würden nicht nur Talente und Neigungen der Jugendlichen ausgelotet, sondern auch schulische Defizite. „Da ist noch Zeit, diese durch Förderunterricht zu beheben“, strich Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser einen der Vorteile des Angebots hervor.

Maßnahmenpaket

„Nicht im Stich lassen“ will das Land Vorarlberg aber auch jene, die es aufgrund ihrer Familienverhältnisse, von Qualifikationsdefiziten oder eines Migrationshintergrunds „nicht so leicht“ hätten, einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden, betonte Wallner. Für sie habe man ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt. Wallner und Rüdisser nannten in diesem Zusammenhang niederschwellige Beschäftigungsprojekte für junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren, das Projekt „Leuchtturm“ zum Nachholen des Pflichtschulabschlusses sowie die Produktionsschule Vorarl­berg und die überbetrieblichen Ausbildungszentren.