„Privat höre ich gern Muse“

Bundeskanzler Sebastian Kurz und LH Markus Wallner mit den W&W-Redakteuren Anja Förtsch, Harald Küng und Trainee Leonie Vierlinger.  Foto: W&W

Bundeskanzler Sebastian Kurz und LH Markus Wallner mit den W&W-Redakteuren Anja Förtsch, Harald Küng und Trainee Leonie Vierlinger.  Foto: W&W

Der Besuch von Sebastian Kurz hat in ganz Österreich für Schlagzeilen gesorgt. W&W ging es aber nicht um Politik, sondern um die private Seite des Bundeskanzlers.

WANN & WO: Was machen Sie als erstes nach dem Aufstehen und was ist das Letzte, das Sie machen, bevor Sie ins Bett gehen?

Sebastian Kurz: Das Schlimme ist, es hat beide Male etwas mit dem Handy zu tun. Vor dem Schlafengehen ein letzter Blick auf die E-Mails, SMS. Beim Aufstehen ist es auch immer wieder aufs Neue das Einschalten des Handys.

WANN & WO: Sitzen Sie zuhause auch mal in der Jogginghose herum?

Sebastian Kurz: Anzug trage ich zuhause und in der Freizeit nicht. Ich sitze dann aber auch nicht, sondern meist liege ich. Sobald ich daheim bin, bin ich meist relativ geschafft und schlafe schnell ein.

WANN & WO: Was läuft bei Ihnen zuhause im TV?

Sebastian Kurz: Ich muss zugeben, ich entscheide meist nicht selbst, was läuft, sondern meine Freundin. Zuletzt haben wir uns auf Netflix „Haus des Geldes“ angeschaut, das kann ich sehr empfehlen.

WANN & WO: Wann haben Sie das letzte Mal Tränen gelacht?

Sebastian Kurz: Bei uns wird viel gelacht. Wir haben eine sehr gute Stimmung im Team, die Leute, mit denen ich tagtäglich zusammenarbeiten darf, sind über die Jahre Freunde geworden.

WANN & WO: Sie sagten einmal, Sie wollten nie Berufspolitiker werden. Was wäre die Alternative gewesen?

Sebastian Kurz: Wirklich konkret war das nie. Ich wollte einen ordentlichen Job haben und habe begonnen, Jus zu studieren. Politisch wollte ich mich nur nebenbei engagieren, der Einstieg in die Politik war nicht geplant. Aber solange ich das Gefühl habe, etwas beitragen zu können, mache ich das gerne weiter.

WANN & WO: Wen würden Sie gerne einmal treffen?

Sebastian Kurz: In Israel habe ich einmal eine Gruppe Holocaust-überlebender getroffen. Sie mussten Österreich im Zweiten Weltkrieg verlassen und sind nie zurückgekehrt. Ihr größter Wunsch war es, einmal zurückzukommen. Ich konnte erst nicht nachvollziehen, warum sie in ein Land zurückkehren möchten, dass ihnen soviel angetan hat. Zur 100-Jahr-Feier der Republik waren sie hier. Eine der Damen sagte zu meinem Team: Sie haben uns Österreich zurückgegeben. Solche Momente sind viel berührender und bewegender als jeder noch so spannende Staatsmann.

WANN & WO: Bei welchen Themen – abseits der Politik – könnte man Sie als Telefonjoker in der Millionenshow verwenden?

Sebastian Kurz: Wenn ich an meine Mutter oder meine Freundin denke, die sich in vielen Bereichen wesentlich besser auskennen als ich, weiß ich nicht, ob ich der beste Telefonjoker meiner Familie wäre (lacht).

WANN & WO: Wenn Sie eine haben – und die hat ja eigentlich jeder – was ist ihre größte Jugendsünde?

Sebastian Kurz: Da gibt’s mehrere, aber die sind allesamt nicht für ein Interview geeignet (lacht).

WANN & WO: Welche Musik hören Sie?

Sebastian Kurz: Quer durch eigentlich. Am liebsten aber Rockmusik. Muse gefällt mir zum Beispiel sehr gut.

WANN & WO: Sind Sie selbst auch musikalisch?

Sebastian Kurz: Nein, überhaupt nicht. Meine Mutter wollte einmal, dass ich Klavier spielen lerne. Die Lehrerin hat aber nach ein, zwei Stunden gemeint, dass wir statt Spielen lieber mal versuchen, im Takt zu klatschen. Irgendwann war meine Mutter so großzügig, dass sie aufgegeben hat. Das Talent ist definitiv nicht vorhanden.

<p class="caption">Bundeskanzler Sebastian Kurz.  Foto: W&W</p>

Bundeskanzler Sebastian Kurz.  Foto: W&W

WORDRAP



Schokolade oder Chips? Beides.

Kaffee oder Tee? Weder noch.

Frühaufsteher oder Nachteule? Freiwillig lange auf, gezwungenermaßen früh auf.

Bier oder Wein? Eher Bier.

Hund oder Katze? Beides, aber ein
bisschen lieber Hund.

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