Tote bei Spritpreis-Demos

Hunderttausende Franzosen demonstrierten gestern in gelben Warnwesten gegen die Erhöhung der Mineralölsteuer.  Foto: Francois Lo Presti/AFP

Hunderttausende Franzosen demonstrierten gestern in gelben Warnwesten gegen die Erhöhung der Mineralölsteuer.  Foto: Francois Lo Presti/AFP

Die gestrigen Demonstrationen gegen die Erhöhung der Mineralölsteuern in Frankreich forderten ein Menschenleben und zahlreiche Verletzte.

Bei Protesten gegen höhere Spritpreise ist in Frankreich eine Frau ums Leben gekommen. Die 63-jährige Demonstrantin wurde offenbar im ostfranzösischen Département Savoie von einem beschleunigenden Auto erfasst, dessen Fahrerin in Panik geraten war. Schon im Voraus waren Frankreichs Behörden alarmiert, denn das Ausmaß der dezentral organisierten Proteste war schwer einzuschätzen. Überall im Land stockte der Verkehr. Auf ganzen Autobahnabschnitten ging kaum noch etwas, weil die Demonstranten immer nur einzelne Fahrzeuge durchließen. Auch auf dem Prachtboulevard der Champs-Élysées in Paris kam am Nachmittag der Verkehr zum Erliegen. Vor dem Mont-Blanc-Tunnel setzte die Polizei Tränengas ein, um eine Blockade aufzulösen.

Wut über hohe Sprit-Preise

Seit Jahresbeginn sind die Steuern für Diesel-Kraftstoff nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP bereits um 7,6 Cent pro Liter gestiegen, für Benzin um 3,9 Cent. Eine weitere Anhebung ist für 2019 geplant.

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