„Hassposting ist absolut daneben“

Ein „Hassposter“ wünscht den Töchtern von Johannes Rauch eine Vergewaltigung – dies machte der Landesrat via Twitter öffentlich.

Vorarlbergs Grünen-Parteichef Johannes Rauch sieht sich nach seiner Kritik an Bundeskanzler Sebastian Kurz und seinem Eintreten für eine Mitbestimmung der Länder beim humanitären Bleiberecht mit Angriffen aus dem Internet konfrontiert. Via Twitter machte er am Montag öffentlich, dass „nette Menschen“ ihm etwa die Vergewaltigung seiner beiden Töchter wünschen.

„Es reicht“

Wörtlich steht auf dem Twitter-Account des Vorarlberger Landesrats zu lesen: „Nette Menschen richten mir aus: ‚In Internet steht, dass du zwei Töchter hast. Fest sollens dir die vegewaltigen – weil was anderes haben die ja nicht im Schädel, nachdem die Frau bei denen weniger als Scheiße zählt.‘ (sic!) Rauch veröffentlichte dieses Posting, weil es ihm „jetzt reicht“, wie er gestern gegenüber der APA sagte. Es sei nicht hinnehmbar, dass nun auch seine zwei Töchter „mithineingezogen werden“. Eigenen Angaben zufolge ist Rauch seit 2014/15 immer wieder mit Hasspostings konfrontiert, „drei Viertel davon stehen im Zusammenhang mit den Themen Flucht und Asyl“, so der Landesrat. Rauch führte die Verrohung im Internet auch auf das von der türkis-blauen Regierung geschaffene Klima zurück. „Es ist salonfähig geworden, alle Schranken fallen zu lassen“, führte Rauch etwa das von der FPÖ veröffentlichte Video zum Missbrauch der E-Card an.

„Absolut daneben“

LH Markus Wallner (ÖVP) stellte ebenfalls fest, dass das Posting eine Grenzüberschreitung darstelle. „Absolut daneben, so etwas muss man nicht tolerieren“, sagte Wallner. Er selbst sei ebenfalls schon öfter mit gegen ihn gerichteten Hass-Nachrichten konfrontiert gewesen, „allerdings nicht zum Thema Asyl“, so Wallner.

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