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Kickl schweigt zu Nazi-Schießübungen

Drei Jahre nach dem Vorfall in Feldkirch habe das Ministerium nach eigener Auskunft keine neuen Erkenntnisse.

Man wisse weder, wer an der Schieß- und Waffenübung von Neonazis aus Vorarlberg und dem Ausland in Feldkirch teilgenommen habe, noch ob die Szene aktuell weiterhin vor Ort aktiv ist. Das geht einem Bericht vom ORF Vorarlberg zufolge aus der Antwort von Ex-Innenminister Herbert Kickl auf eine SPÖ-Anfrage zum Vorfall hervor. Unbeantwortet ließ der damalige Innenminister auch, ob der Verfassungsschutz eingeschaltet worden sei. Solche Veranstaltungen seien privat und damit nicht meldepflichtig. Sie könnten also nicht unterbunden werden.

Mit Militärwaffen hantiert

In einer Feldkircher Schießhalle hatten sich am 5. März 2016 Mitglieder der „Combat 18 Kampftruppe Adolf Hitler“, einem bewaffneten Flügel der rechtsextremen „Blood & Honour“-Bewegung, sowie Neonazis aus Österreich, Deutschland, Ungarn und der Schweiz getroffen und mit Waffen geübt, die teils auch das Militär verwendet.