Iran steigt teilweise aus Atomabkommen aus

Der Iran hat die EU über seine Entscheidung für eine höhere Urananreicherung informiert. Die IAEA berät heute über die Verstöße des Landes gegen das Atomabkommen.

Medienangaben zufolge teilte Außenminister Mohamed Dschawad Sarif in einem Schreiben an die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini mit, dass der Iran sich nicht mehr an die im Wiener Atomabkommen festgelegte Obergrenze von 3,67 Prozent halten werde. In dem Schreiben habe Sarif erneut betont, dass der Iran die Verpflichtungen aus dem Vertrag wieder erfüllen werde, sobald auch die anderen Vertragsparteien – vor allem die USA – ihren Verpflichtungen ebenfalls nachkämen. Sollte dies nicht binnen 60 Tagen geschehen, werde der Iran Anfang September die dritte Phase des Teilausstiegs beginnen. Nach den beiden Verstößen des Irans gegen das internationale Atomabkommen berät der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) über die Folgen. Der Chef der Überwachungsbehörde, Chef Yukiya Amano, wird das Gremium heute über die neuesten Erkenntnisse der UN-Behörde unterrichten.