Klare Schritte im Klimaschutz

Natur pur am Bodensee – die gilt es aber auch mittels Klimaschutz zu bewahren. Fotos: Paulitsch, VLK

Natur pur am Bodensee – die gilt es aber auch mittels Klimaschutz zu bewahren. Fotos: Paulitsch, VLK

Das Land setzt die Bemühungen zum Schutz des Klimas und der Umwelt weiter fort. Energieautonomie 2050 heißt das große Ziel.

Die Veränderungen des Klimas machen auch an den Grenzen Vorarlbergs nicht Halt und Experten gehen davon aus, dass die Jahresdurchschnittstemperatur in Vorarlberg ohne wirksame Klimaschutzmaßnahmen um bis zu ca. 4°C bis Ende des Jahrhunderts ansteigt.

100 Prozent
erneuerbare Energien

Das Land Vorarlberg ist sich dieser Verantwortung bewusst und setzt zum Schutz des Klimas zahlreiche umfassende Maßnahmen. Ein großes Ziel ist die Umsetzung der Energieautonomie Vorarlbergs bis zum Jahr 2050. Damit hat das Land Vorarlberg im Jahre 2009 nicht nur in Österreich, sondern weit über die Landesgrenzen hinaus eine wichtige Vorreiterrolle übernommen. Das Ziel: Bis 2050 soll der Energieverbrauch in Vorarlberg vollständig mit erneuerbaren Energien abgedeckt werden. „Wir sind auf einem guten Weg, was den Ausbau der erneuerbaren Energien in Vorarl-berg betrifft. 40 Prozent unseres Bedarfs decken wir bereits mit Energie aus Biomasse, Wasser- sowie Sonnenkraft ab“ so Landeshauptmann Markus Wallner. „Wir werden unsere Anstrengungen in den kommenden Jahren aber weiter verstärken und bis zum Jahr 2030 soll die Stromversorgung Vorarlbergs zu 100 Prozent auf Basis erneuerbarer Energieträger erfolgen. Dazu müssen wir Photovoltaik und Wasserkraft weiter konsequent ausbauen.“

Mobilität als Schlüssel

Aber auch im besonders sensiblen Bereich des Verkehrs wurden mit dem neuen Mobilitätskonzept des Landes wichtige Rahmenbedingungen zur Reduktion des CO2-Ausstoßes gesetzt. „Insgesamt geht es uns darum, den Verkehr umweltverträglich und sicher zu gestalten sowie eine gute Erreichbarkeit für die Bevölkerung zu gewährleisten. Eines der Ziele des Mobilitätskonzeptes ist deshalb ganz klar der weitere Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel und des Radverkehrs in Vorarlberg“ so der Landeshauptmann. Bis zum Jahr 2030 soll der Anteil der mit Bus und Bahn zurückgelegten Wege dadurch auf 16 Prozent und der Wegeanteil des Fahrrads auf 21 Prozent gesteigert werden. Dies führt zu einer gleichzeitigen Reduktion der mit dem Pkw gefahrenen Wege um sieben Prozentpunkte“.

Klimanotstand ist wichtig

Aber auch die Ausrufung des Klimanotstandes war für den Landeshauptmann ein wichtiger Schritt. „Beim Klimanotstand ist es mir wichtig zu betonen, dass wir hier keinen symbolischen Akt gesetzt haben, sondern ganz konkrete Maßnahmen beschlossen haben, um in der Klima- und Umweltpolitik weiterhin eine Vorreiterrolle einzunehmen“ so Wallner. „So haben wir nicht nur einen Gesetzescheck eingeführt, der jedes Gesetz und jede Förderung prüft, ob sie den Zielen der Energieautonomie und des Klimaschutzes dient, sondern werden etwa auch umfassende Sanierungskonzepte für Wohngebäude gefördert und wir haben einen klaren Ausbauplan des öffentlichen Verkehrs und der Stromversorgung mittels erneuerbarer Energiequellen festgesetzt.“

<p class="caption">Markus Wallner</p>

Markus Wallner

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