Im Säntispark: Vorarlberger Pensionistsoll 15-Jährigen sexuell belästigt haben

Ein Vorarlberger musste sich wegen des Vorwurfs des Missbrauchs eines Minderjährigen vor Gericht verantworten.

Der 66-Jährige soll einen 15-jährigen Jungen in einem Whirlpool im Schweizer Bäderparadies Säntispark sexuell belästigt haben. Einem Bericht von „20 Minuten“ zufolge, habe der Junge im September seinen Geburtstag in dem Bad gefeiert. Im Laufe des Abends sei er dort auf den 66-Jährigen getroffen, der nach eigener Aussage vor Gericht Stammgast in dem Bäderpark sei. Hauptsächlich sei er da im Nacktbereich der Sauna anzutreffen. Im Sprudelbecken soll er dann den 15-Jährigen unerlaubt berührt haben: Zuerst habe er den Teenager am Knie festgehalten, anschließend habe er ihn am Oberschenkel gestreichelt und schließlich im Intimbereich berührt. Dabei habe er für einige Sekunden „sexuelle Handlungen am Geschlechtsteil des Jungen“ vorgenommen, hieß es. Daraufhin habe der 15-Jährige den Whirlpool sofort mit den Worten „Verpiss dich!“ verlassen. Angestellte des Säntispark hätten daraufhin versucht den Vorarlberger festzuhalten, er sei aber vor dem Eintreffen der Polizei geflüchtet.

Pensionist widerspricht

Der 66-Jährige selbst stellt den Vorfall völlig anders dar. Demnach sei der Junge zuerst auf den Mann zugegangen und habe ihm im Whirlpool die Hand auf den Oberschenkel gelegt. Der Pensionist habe sich demnach sofort entfernt.

Freiheitsstrafe und Verweis

Was genau in dem Bad geschah, konnte im Prozess nicht vollständig geklärt werden. Das Kreisgericht St. Gallen stellte sich jedoch auf die Seite des 15-Jährigen und verhängte eine Strafe gegen den Vorarlberger: Er muss 4400 Franken sowie die Verfahrenskosten tragen. Außerdem wurde gegen ihn eine bedingte zehnmonatige Freiheitsstrafe verhängt, bei einer Probezeit von zwei Jahren. Darüber hinaus soll der Vorarlberger fünf Jahre des Landes verwiesen werden. Hausverbot im Bäderparadies Säntispark hat der 66-Jährige ohnehin schon seit dem Vorfall im September.

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