Kuh-Attacke: OLG sieht Mitschuld des Opfers

Das erstinstanzliche Urteil nach einer tödlichen Kuh-Attacke im Tirol ist im Berufungsverfahren vom Oberlandesgericht nur teilweise bestätigt worden.

Am 28. Juli 2014 war im Pinnistal, einem Seitental des Stubaitals, eine 45-jährige Deutsche, die mit ihrem Hund unterwegs war, von Kühen plötzlich attackiert und zu Tode getrampelt worden. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit zwischen den Hinterbliebenen und dem Landwirt erging im Februar das Urteil im Zivilprozess. Demnach musste der Bauer dem Witwer und dem Sohn rund 180.000 Euro sowie eine monatliche Rente an die beiden in der Höhe von insgesamt rund 1500 Euro zahlen. Der gesamte Streitwert des Prozesses lag bei rund 490.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft hatte noch im Jahr 2014 die Ermittlungen gegen den Landwirt eingestellt.

Teilschuld des Opfers

Das OLG Innsbruck sieht demnach nicht die volle Schuld beim Bauer, sondern geht von einer Mitschuld des Opfers aus.

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