Hongkong: Sturm auf das Parlament

Im Regierungsviertel kam es erneut zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizeibeamten. Foto: AP

Im Regierungsviertel kam es erneut zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizeibeamten. Foto: AP

Demonstranten haben in Hongkong versucht, das dortige Parlament zu stürmen.

Bei neuen Protesten in Hongkong hat die Polizei gestern wieder Tränengas und Wasserwerfer gegen Demonstranten eingesetzt. Die meisten der vielfach mit Helmen und Gasmasken bekleideten Demonstranten zogen sich zurück, als ein Großaufgebot von Polizisten nahe dem Parlament aufmarschierte.

Auseinandersetzungen
im Regierungsviertel

Zuvor hatten mehrere Demonstranten versucht, Absperrungen niederzureißen. Einige warfen Gegenstände und Molotowcocktails auf Polizisten auf der anderen Seite. Daraufhin feuerten diese Tränengas und Wasserwerfer mit normalem und blauem Wasser, das die Kleidung der Demonstranten einfärbte. Die Behörden hatten einen geplanten Marsch zum Regierungsgebäude und dem Parlament anlässlich des fünften Jahrestages der Entscheidung Chinas gegen demokratische Wahlen in Hongkong eigentlich untersagt. Trotz des Verbots strömten wieder Tausende vor allem junge Demonstranten auf die Straße. Parallel dazu lief eine christliche Kundgebung mit einigen hundert Teilnehmern. Viele der Demonstranten marschierten friedlich in anderen Teilen der Stadt, während es im Regierungsviertel zu der Auseinandersetzung kam.

Seit mehr als zwei
Monaten wird demonstriert

Im halbautonomen Hongkong wird seit mehr als zwei Monaten demonstriert. Protestierende fordern demokratische Wahlen und eine Ermittlung zu mutmaßlicher Polizeigewalt gegen die Demonstranten.

<p class="caption">Immer wieder heftig kritisiert: Die Gewalt gegen Demonstranten. Foto: Reuters</p>

Immer wieder heftig kritisiert: Die Gewalt gegen Demonstranten. Foto: Reuters

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