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Winfried Kretschmann zu Besuch

Nicht so verschieden: Die Situation im von Kretschmann regierten Baden-Württemberg ähnelt wirtschaftlich der Vorarlbergs. Foto: handout/Grüne Vorarlberg

Nicht so verschieden: Die Situation im von Kretschmann regierten Baden-Württemberg ähnelt wirtschaftlich der Vorarlbergs. Foto: handout/Grüne Vorarlberg

Der Spitzenpolitiker der deutschen Grünen nahm am Montagabend an einer Veranstaltung der Ländle-Grünen teil.

„Wirtschaft und Umwelt: Gegner oder Bündnispartner in der Klimakrise?“, lautete der Titel einer Podiumsdiskussion der Vorarlberger Grünen am Montagabend in Götzis. Prominentester Gast: Winfried Kretschmann, seit 2011 Ministerpräsident von Baden-Württemberg. 2016 wurden die Grünen stärkste Partei.

CO2-Steuer als Muss

Die Klimakrise wird das Wirtschaftssystem deutlich verändern. Darin waren sich Unternehmer und grüne PolitikerInnen bei einer Podiumsdiskussion am Montagabend in Götzis einig. Wie aber lässt sich der Wandel der Wirtschaft erfolgreich gestalten? Kretschmann sieht eine CO2-Steuer als wichtigstes Instrument. Damit werde „das Ökologische auch ökonomisch erfolgreich“. Baden-Württemberg ist mit Vorarlberg gut vergleichbar: selbe Wirtschaftsleistung pro Kopf, hoher Industrieanteil. Ein Unterschied: 450.000 Arbeitsplätze hängen in Baden-Württemberg direkt von der Automobilindustrie ab, die vom aktuellen Wandel besonders betroffen ist. „Wir müssen die Wirtschaftsentwicklung vom Ressourcenverbrauch abkoppeln“, betont Kretschmann. „So eine große Herausforderung wie die Klimakrise zu bewältigen, wird in einer gespaltenen Gesellschaft nicht gelingen.“