Drogen-Skandal auf Bregenzer Hafen-WC

So sahen die Toiletten noch amWochenende aus ...  Foto: handout/Marcus Moser

So sahen die Toiletten noch am
Wochenende aus ...  Foto: handout/Marcus Moser

Spritzbesteck am Boden einer öffentlichen Toilette in der Landeshauptstadt haben am vergangenen Wochenende für einen Skandal gesorgt.

In den vergangenen Tagen gingen erschreckende Bilder vom öffentlichen WC am Bregenzer Hafen herum. Sie zeigen die Böden und Waschtische der Toilettenräume über und über mit Müll verunreinigt – und mit Drogen-Zubehör. Denn zwischen Papiertaschentüchern, Schnapsflaschen, Bierdosen und Feuerzeugen liegen auch jede Menge Nadeln und sonstiges Spritzbesteck verstreut.

„Das ist auch ein
gesellschaftliches Problem“

„Diese Dimension hatten wir noch nie“, sagte Alexandro Rupp, Geschäftsführer der Vorarlberg Lines, gestern im Interview mit VOL.AT. Sein Unternehmen ist auch für die Instandhaltung der Toiletten zuständig, kann aber freilich nur begrenzt etwas unternehmen. „Darauf, dass so ein Vorfall passiert, haben wir natürlich auch keinen Einfluss“, erklärt der Geschäftsführer. Ähnliche Fälle habe es in der Vergangenheit zwar bereits gegeben, aber niemals in diesem Ausmaß. „Dass man irgendwann einmal wieder eine Spritze im Müll findet hat es auch schon einmal gegeben, aber das ist sehr, sehr selten.“ Um auch das zu vermeiden, würden die Toiletten über den ganzen Tag hinweg regelmäßig gereinigt. Zudem wurden die Öffnungszeiten der Anlagen angepasst. Rupp sieht in dem Vorfall aber auch ein gesellschaftliches Problem und will nun das Gespräch mit der Stadt Bregenz suchen. Die erklärte auf VOL.AT-Anfrage das Problem zu kennen. Auch das aktuelle Wetter sei ein Grund für den Vorfall, was sich daran zeige, das auch in anderen Städten Drogensüchtige in den vergangenen Wochen vermehrt öffentliche Toiletten aufsuchen würden. Die Polizei in Bregenz sei bereits informiert und gebeten worden, die Situation im Auge zu behalten.

<p class="caption">... und gestern bereits wieder so wie üblich.  Foto: VOL.AT/Mayer</p>

... und gestern bereits wieder so wie üblich.  Foto: VOL.AT/Mayer