Aufstand gegen die Gletscherehe in Tirol

Die Projektbetreiber dementieren, dass der Gipfel des Linken Fernerkogel (Bild) gesprengt werden soll. Dies sei eine bewusste Falschmeldung der Projektgegner.  Foto: APA

Die Projektbetreiber dementieren, dass der Gipfel des Linken Fernerkogel (Bild) gesprengt werden soll. Dies sei eine bewusste Falschmeldung der Projektgegner.  Foto: APA

Die Kritik an der geplanten „Gletscher­ehe“ zwischen dem Pitz- und Ötztal steigt: Eine Online-Petition kam in kurzer Zeit auf über 70.000 Unterzeichner.

Die Petition gegen einen geplanten Zusammenschluss der Gletscherskigebiete Ötztal und Pitztal nimmt weiter Fahrt auf: Gestern Nachmittag erreichte eine vor drei Wochen angelaufene Online-Petition gegen die „Gletscherehe“ bereits 70.000 Unterschriften. Am Montagmittag waren es noch 45.000 Unterschriften gewesen. Die Online-Petition war von Naturschützer Gerd Estermann ins Leben gerufen worden. Er fordert die Festlegung von verbindlichen Ausbaugrenzen und eine Novellierung des Tiroler Seilbahn- und Skigebietsprogramms (TSSP). Umwelt-NGOs wie Alpenverein, WWF und die Naturfreunde machen seit geraumer Zeit gegen das Vorhaben mobil und fürchten eine nachhaltige Beeinträchtigung des Naturhaushaltes auf dem bisher unberührten Gletscher. Die Ausbaugrenzen seien erreicht.

Gipfelsprengung: „Bewusste Falschmeldung“

Die Projektbewerber sehen hingegen Fehlinformationen in der Diskussion rund um das geplante Projekt und orten eine „Kampagne“ der Gegner, die einen neuen Tiefpunkt erreicht habe. Eine Sprengung des Gipfels des Linken Fernerkogel sei kein Thema. Dies sei eine bewusste Falschmeldung und Fehlinterpretation.