Paris: Einzelne Zusammenstöße beim ersten Jahrestag der „Gelbwesten“

Erneut kam es in Paris zu Ausschreitungen rund um die „Gelbwesten“-Bewegung.  Foto: Matthias Rauch

Erneut kam es in Paris zu Ausschreitungen rund um die „Gelbwesten“-
Bewegung.  Foto: Matthias Rauch

Beamte setzten gestern Tränengas und Wasserwerfer ein, als einige der Demonstranten mit Steinen warfen, Fenster einschlugen und versuchten, Autos in Brand zu stecken.

Der Pariser Polizeichef Didier Lallement sagte, diese Leute seien nicht gekommen, um für ihre Anliegen zu protestieren, sondern um Dinge zu zerstören. Bis zum späten Nachmittag wurden über 100 Personen festgenommen, weil sie in der Gegend um die Champs-Elysees, den Präsidentenpalast und die Parlamentsgebäude protestierten, wo das untersagt worden war. Vielerorts waren die Proteste friedlich. Vom Nordwesten der Hauptstadt sei ein „heiterer“ Zug bis zur Bastille im Osten marschiert, sagte Lallement. In vielen Landesteilen versammelten sich Demonstranten, oft in den namensgebenden gelben Warnwesten gekleidet, an Kreisverkehren. Bei den Protesten der „Gelbwestenbewegung“ gegen Präsident Emmanuel Macron waren im vergangenen Jahr teils Hunderttausende wöchentlich auf die Straßen gegangen. Immer wieder kam es dabei auch zu Gewalt. Doch in den vergangenen Monaten verlief sich die Bewegung und hofft zum Jahrestag auf eine Wiederbelebung.