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Boris Johnson fordert härtere Strafen

London. Nach dem Anschlag mit zwei Todesopfern ist in Großbritannien eine Debatte über die routinemäßige vorzeitige Entlassung von Häftlingen entbrannt. Die Entlassung von dem Attentäter Usman Khan vor rund einem Jahr war Medienberichten zufolge routinemäßig erfolgt. Die zuständige Kommission teilte gestern mit, sie sei nicht an der Entscheidung beteiligt gewesen. Premierminister Boris Johnson sprach sich bei einem Besuch am Tatort gestern für härtere Strafen für Schwer- und Gewaltverbrecher und gegen vorzeitige Haftentlassungen aus. „Wir plädieren dafür, dass die Leute die Haftstrafe absitzen sollten, zu der sie verurteilt wurden“, sagte der Regierungschef. Der 28 Jahre alte Usman Khan hatte der Tageszeitung „The Times“ zufolge einen Anschlag auf die Londoner Börse geplant, bevor er 2012 zu 16 Jahren Haft verurteilt wurde. Außerdem wollte er demnach im pakistanischen Teil Kaschmirs ein Trainingscamp für Terroristen aufbauen. Er war bereits im Dezember 2018 unter Bewährungsauflagen auf freien Fuß gekommen, wie die Polizei mitteilte. Dem „Times“-Bericht zufolge trug er eine elektronische Fußfessel.