Weiterhin Absolute für „Freie Lehrer“


              „Eltern spielen wichtige Rolle“
            Eva Hammerer, Bildungssprecherin Grüne: „Fragt man PädagogInnen nach den Herausforderungen, kommt sofort Personalmangel zur Sprache. Es braucht ein gutes Team, um den SchülerInnen ein Lernen nach ihrem Leistungsstand zu ermöglichen. Und auch nur wer die Muttersprache richtig beherrscht, kann eine zweite Sprache gut lernen. Bei der Evaluierung der Sprachkenntnisse muss frühestmöglich angesetzt werden. Am besten lernen die Kinder über gute Beziehungen, Integration und Freundschaften mit deutschsprachigen Kindern. In jahrgangsgemischten Klassen mit offener Pädagogik, ohne ,Frontalunterricht‘, können die Schüler sich nach ihrem Können entfalten. Auch unter den Deutschsprachigen gibt es Unterschiede bei Lerntempo und Talenten. Neue Medien sind nicht nur bei Kindern nicht-deutscher Muttersprache ein Problem. Die Jungen schauen allgemein nur noch in ihr Smartphone. Hier stellen sich dann weitere Fragen nach der Interaktion und der Kommunikation der Kinder. Die Eltern sind sehr wichtig, es geht auch darum, wie sehr sich diese selbst in der Gesellschaft willkommen fühlen. Zudem ist erwiesen: Je höher der Bildungsgrad der Eltern, desto besser die Voraussetzungen für die Kinder. Von Deutschklassen halte ich übrigens nichts: Dort sprechen die Kinder erst recht in ihrer Muttersprache und solidarisieren sich miteinander, was wieder zu Parallelwelten führt. Im Vereinsleben können wir punkten. Würde man die Vereine in den Schulalltag integrieren, hätte das nur Vorteile: Sprachbarrieren überwinden, sozialen Zusammenhalt stärken, Bewegungsmangel und Personalknappheit in der Schülerbetreuung entgegenwirken. In der Integration haben wir viel verpasst, man kann aber aus Fehlern lernen. Klar ist: durch Separation entsteht kein Miteinander.“

„Eltern spielen wichtige Rolle“

Eva Hammerer, Bildungssprecherin Grüne: „Fragt man PädagogInnen nach den Herausforderungen, kommt sofort Personalmangel zur Sprache. Es braucht ein gutes Team, um den SchülerInnen ein Lernen nach ihrem Leistungsstand zu ermöglichen. Und auch nur wer die Muttersprache richtig beherrscht, kann eine zweite Sprache gut lernen. Bei der Evaluierung der Sprachkenntnisse muss frühestmöglich angesetzt werden. Am besten lernen die Kinder über gute Beziehungen, Integration und Freundschaften mit deutschsprachigen Kindern. In jahrgangsgemischten Klassen mit offener Pädagogik, ohne ,Frontalunterricht‘, können die Schüler sich nach ihrem Können entfalten. Auch unter den Deutschsprachigen gibt es Unterschiede bei Lerntempo und Talenten. Neue Medien sind nicht nur bei Kindern nicht-deutscher Muttersprache ein Problem. Die Jungen schauen allgemein nur noch in ihr Smartphone. Hier stellen sich dann weitere Fragen nach der Interaktion und der Kommunikation der Kinder.
Die Eltern sind sehr wichtig, es geht auch darum, wie sehr sich diese selbst in der Gesellschaft willkommen fühlen. Zudem ist erwiesen: Je höher der Bildungsgrad der Eltern, desto besser die Voraussetzungen für die Kinder. Von Deutschklassen halte ich übrigens nichts: Dort sprechen die Kinder erst recht in ihrer Muttersprache und solidarisieren sich miteinander, was wieder zu Parallelwelten führt. Im Vereinsleben können wir punkten. Würde man die Vereine in den Schulalltag integrieren, hätte das nur Vorteile: Sprachbarrieren überwinden, sozialen Zusammenhalt stärken, Bewegungsmangel und Personalknappheit in der Schülerbetreuung entgegenwirken. In der Integration haben wir viel verpasst, man kann aber aus Fehlern lernen. Klar ist: durch Separation entsteht kein Miteinander.“

Bregenz. Bei der Personalvertretungswahl der Pflichtschullehrer konnten die „Freien Lehrer“, ein Bündnis aus roten, grünen und unabhängigen Pädagogen, die absolute Mehrheit in Vorarlberg ausbauen. Die Wahlbeteiligung betrug 59,24 Prozent. Die Liste „Freie Lehrer“ erreichte bei den Pflichtschullehrern 69 Prozent der Stimmen. Das ist ein Plus von 3,53 Prozentpunkten gegenüber der letzten Wahl im Jahr 2014. Für die ÖVP-nahe Liste „deinePV“ gab es Stimmenverluste, sie kam auf 31 Prozent.

Großer Motivationsschub

Willi Witzemann, Vorsitzender der Personalvertretung der Pflichtschullehrer, führt den Wahlerfolg auf die erfolgreiche Arbeit der Fraktion „Freie Lehrer“ für die Kolleginnen und Kollegen in den vergangenen fünf Jahren zurück. „Dieses tolle Ergebnis ist ein großer Motivationsschub. Wir haben viele junge Leute, die voller neuer Ideen sind und diese verwirklichen wollen.“ Besonders erfreut ist der Vorsitzende über das Ergebnis im Bregenzerwald, wo die Freien Lehrer zum ersten Mal kandidierten und auf Anhieb 22 Prozent erreichten. „Das landesweite Ergebnis mit 69 Prozent ist ein klarer Wählerauftrag für uns“, so Witzemann weiter. „Die absolute Mehrheit ausbauen, das ist ein grandioser Wahlerfolg! Die Personalvertretung der ‚Freien Lehrer‘ kann somit ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen und den Lehrenden weiterhin den Rücken stärken“, gratuliert Eva Hammerer, grüne Bildungssprecherin zum Gewinn der Personalvertretungswahlen der Pflichtschullehrenden in Vorarlberg.