Österreich nimmt US-Strafzoll-Androhung ernst

Die US-Regierung droht Frankreich wegen seiner Digitalsteuer mit Strafzöllen – auch in Österreich, Italien und der Türkei sollen ähnliche Steuern überprüft werden.

„Österreich nimmt die Ankündigungen der US-Regierung ernst“, sagte Felix Lamezahn-Salins, Sprecher des Wirtschaftsministeriums, gestern zur APA, relativierte aber sogleich: „Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keine konkreten Aussagen, dass die USA tatsächlich Sanktionen gegen Österreich planen. Grundsätzlich sehen wir Sanktionen kritisch und halten sie für den falschen Weg.“ Österreich habe sich in der Vergangenheit bei der Digitalsteuer immer für eine EU-weite Lösung eingesetzt. Da diese nicht möglich war, wird nun mit 1. Jänner 2020 eine österreichische Digitalsteuer analog zur traditionellen Werbeabgabe eingeführt. Mehr als die Hälfte des österreichischen Außenhandels verteilte sich 2018 auf nur fünf Partnerländer – darunter auch die USA. Im abgelaufenen Jahr waren die Vereinigten Staaten Österreichs zweitwichtigster Exportmarkt – hinter Deutschland und knapp vor Italien.

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