Mehrere Jahre Haft für pädophilen Kita-Betreuer

Ein 34-jähriger Kinderbetreuer wurde gestern in St. Gallen zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

Wie blick.ch gestern berichtete, misshandelte und filmte ein 34-jähriger Kita-Mitarbeiter in der benachbarten Schweiz jahrelang Buben und Kleinkinder. Ein Teil der Aufnahmen landete im Darknet. Das Gericht verurteilte ihn wegen mehrfachen Schändungen, sexuellen Handlungen mit Kindern und Pornografie zu vier Jahren und sechs Monaten Freiheitsstrafe sowie zu einer Geldstrafe von 120 Sätzen zu je 50 Franken. Außerdem muss der Ostschweizer eine stationäre Massnahme absolvieren und erhält ein lebenslängliches Berufsverbot. Die Anklageschrift des gestrigen Prozesses am Kreisgericht St. Gallen enthüllte das Ausmaß der schrecklichen Taten. Der 34-Jährige produzierte explizites Bildmaterial, das er unter dem Pseudonym „FarmMaster“ veröffentlichte. Insgesamt 4600 Videos und rund 61.700 Bilder wurden in seiner Sammlung entdeckt.

Anerkennung der Szene

Bei der Befragung sagte der Kita-Betreuer: „Ich bin nervös, habe wenig geschlafen. Aber ich bin nicht das Opfer. Ich muss für das Verantwortung übernehmen. Aus heutiger Sicht wollte ich eine gewisse Anerkennung in der Szene erreichen, damit ich nicht ausgeschlossen werde.“

Täter zeigt Reue

Dass er im Darknet unterwegs war und kinderpornografisches Material heruntergeladen hat, bereue er: „Es war falsch, ich bin da in einen Sog geraten.“ Er habe die Neigung anfangs nicht bewusst wahrgenommen, wollte es nicht wahrhaben. Er habe gedacht, es sei nur eine Phase.