Gemischte Gefühle nach dem Brexit

Großbritannien gehört nun offiziell nicht mehr zur EU. Das sorgte nicht bei allen für Feierlaune. Fotos: APA, AP

Großbritannien gehört nun offiziell nicht mehr zur EU. Das sorgte nicht bei allen für Feierlaune. Fotos: APA, AP

Die einen freuen sich, die anderen trauern. Der Brexit hat gestern in Großbritannien wie in der EU für gemischte Gefühle gesorgt.

Premierminister Boris Johnson bezeichnete den EU-Austritt gestern in einem Schreiben an Unterstützer als „atemberaubenden Moment der Hoffnung“. Der linksliberale „Guardian“ hatte hingegen eine geknickt wirkende britische Bulldogge auf der Titelseite und die Zeile „Der Tag, an dem wir Abschied nahmen“. Der französische Präsident Emmanuel Macron schrieb in einer Botschaft an die Briten auf Facebook von einem „Schlag für Europäer“. EU-Ratspräsident Charles Michel zeigte sich humorvoll: „Always look on the bright side of life“ – immer positiv bleiben, zitierte der Belgier auf Twitter die britische Komikertruppe Monty Python mit Hinweis auf die neuen Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien. Die müssen nun im Eiltempo geklärt werden.

Übergangsphase
bis Ende des Jahres

Großbritannien hat die EU in der Nacht auf gestern verlassen. Bis Ende des Jahres gilt eine Übergangsphase, während der sich praktisch kaum etwas ändert. So lange haben die beiden Seiten Zeit, sich zu einigen, sonst droht wieder ein harter Bruch mit schweren Folgen.

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