„Petra“ hielt das Ländle in Atem

In der Bildsteinstraße musste die Feuerwehr einen umgestürzten Baum entfernen – nur ein Einsatz von vielen weiteren. Fotos: Shourot, Feuerwehr Bludenz, Feuerwehr Dornbirn, Mohrenbrauerei

In der Bildsteinstraße musste die Feuerwehr einen umgestürzten Baum entfernen – nur ein Einsatz von vielen weiteren. Fotos: Shourot, Feuerwehr Bludenz, Feuerwehr Dornbirn, Mohrenbrauerei

Das Sturmtief fegte mit über 100 Stunden- kilometern über Vorarlberg und sorgte für einige Schäden.

Das Sturmtief „Petra“ ist gestern in den frühen Morgenstunden über Vorarlberg hinweggefegt. Die Feuerwehr rückte ab 3 Uhr zu gut 30 Einsätzen aus, größere Schäden blieben aber aus. Verletzt wurde niemand. Am Bodensee registrierten die Wetterstationen Wingeschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern, knapp 95 Stundenkilometer in Lustenau sowie über 80 im Großraum Bregenz. Am Karren oberhalb von Dornbirn wurden laut „Wetterring Vorarlberg“ sogar knapp 117 Stundenkilometer gemessen, am Diedamskopf im Bregenzerwald gar über 143 Stundenkilometer. Am frühen Vormittag ließ der Wind deutlich nach, laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) lagen die Spitzen gegen
8 Uhr landesweit noch bei etwa
30 Stundenkilometern.

27 Einsätze in vier Stunden

Nach Angaben der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) in Feldkirch wurde die Feuerwehr in erster Linie in den frühen Morgenstunden zu Einsätzen gerufen. Allein bis
7 Uhr wurden 27 Einsätze gezählt. Es habe sich um „typische Sturmeinsätze“ – umgestürzte Bäume, Gebäudeschäden – gehandelt, sagte RFL-Einsatzleiter Adi Rohrer.

Lawinengefahr gestiegen

Nach ausgiebigen Niederschlägen in der Nacht – am Arlberg bis ins Kleinwalsertal gab es bis zu
50 Zentimeter Neuschnee – herrschte am gestrigen Vormittag noch überwiegend erhebliche Lawinengefahr der Stufe drei auf der fünfteiligen Skala. Mit den weiteren Schneefällen über den Tagesverlauf erreichte die Lawinengefahr am Nachmittag aber oberhalb von 1.800 Metern aber Stufe vier, so der Lawinenwarndienst. Experte Andreas Pecl mahnte zu äußerster Vorsicht: Da bereits durch geringe Zusatzbelastung eine Lawinenauslösung möglich war, erforderten Aktivitäten abseits gesicherter Pisten große Erfahrung in der
Lawinenbeurteilung.

<p class="caption">In Dornbirn legte „Petra“ nicht nur diesen Baum am Weppach um, sondern ließ auch einen Stamm auf ein Hausdach inHaselstauden stürzen. In der Bildgasse wurde außerdem ein Hausdach abgedeckt.</p>

In Dornbirn legte „Petra“ nicht nur diesen Baum am Weppach um, sondern ließ auch einen Stamm auf ein Hausdach in
Haselstauden stürzen. In der Bildgasse wurde außerdem ein Hausdach abgedeckt.

<p class="caption">In Bludenz blockierte ein umgestürzter Baum eines Kindergartens eine Straße.</p>

In Bludenz blockierte ein umgestürzter Baum eines Kindergartens eine Straße.

<p class="caption">Humor bewies die Mohrenbrauerei angesichts Massen von umgestürzten Leerguts: „Böse Petra, heute kein Bier mehr für dich“, schrieb die Brauerei unter dieses Bild bei Instagram.</p>

Humor bewies die Mohrenbrauerei angesichts Massen von umgestürzten Leerguts: „Böse Petra, heute kein Bier mehr für dich“, schrieb die Brauerei unter dieses Bild bei Instagram.

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