Corona: China trickst bei Infiziertenzahl

China führt nachweislich mit dem Virus infizierte Personen, die keine Symp-tome zeigen, nicht mehr in seiner Statistik auf.

Erst wenn Krankheitssymptome aufträten, werde die Person als „infiziert“ geführt, heißt es in neuen Bestimmungen zur Vorbeugung und Kontrolle, welche die nationale Gesundheitskommission in Peking gestern herausgab. Wie viele Infektionen damit gar nicht erst erfasst werden, ist unklar. Generell dürfte die Dunkelziffer nicht registrierter Fälle immens sein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte in ihren täglichen Pressekonferenzen zum Virus zuletzt betont, dass rund 80 Prozent der Infektionen einen milden Verlauf nähmen. Ein Grund, warum die Statistik geändert wurde, wurde nicht genannt. Seit Ende vergangener Woche wächst der täglich verkündete Anstieg der neu nachgewiesenen Ansteckungen mit der Lungenkrankheit nicht mehr so stark wie zuvor. In welchem Ausmaß die neue Art, die Zahlen zu erfassen und zu berichten, dahinter steckt, war zunächst unklar. Die Gesamtzahl erfasster Fälle in China lag gestern bei 42.600. Mindestens 1016 Menschen in China starben.