„Sabine“ sorgt für Chaos im Land

Insgesamt 175 Sturm-Einsätze registrierte die Landeswarnzentrale Vorarlberg bis gestern Vormittag. „Sabine“ hinterließ im Ländle eine Spur der Verwüstung.

Erneut knickte der Sturm zahlreiche Bäume um und deckte Dächer ab. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Während das Sturmtief am Montag vor allem im Norden des Landes bzw. im Bregenzerwald gewütet hatte, war in der Nacht auf gestern mehrheitlich der Bezirk Feldkirch betroffen. Die Windgeschwindigkeiten lagen wieder jenseits der 100 km/h-Grenze, im Gebirge waren sie noch höher.

Cashpoint-Arena beschädigt

Im Stadion des SCR Altach zerriss Sturm „Sabine“ die Dachplane der Nordtribüne. Der Fußball-Bundesligist informierte über einen Schaden an seiner Heimstätte, der Cashpoint-­Arena. „Die Dachplane der Nordtribüne hielt den Sturmböen in der Nacht auf gestern nicht Stand. Mithilfe der Feuerwehr, die gegen 2 Uhr ausrückte, konnte die Plane gesichert werden, sodass keine Gefahr für Außenstehende entstand“, gab der Verein bekannt. Die Reparaturarbeiten seien bereits im Gang, „das Spiel am kommenden Samstag gegen FK Austria Wien kann wie geplant stattfinden“, wurde betont.

Lawinenwarnstufe 3

Wieder stark eingeschränkt war der Skibetrieb, der Großteil der Lifte und Bahnen stand still: Am Arlberg etwa waren gestern am späten Vormittag lediglich 19 von 88 Anlagen in Betrieb, im Skigebiet Silvretta Montafon 14 von 35. Weiterhin besteht aktuell erhebliche Lawinengefahr – mit regional steigender Tendenz. Die Hauptgefahr geht dabei von frischen Triebschneeansammlungen aus. Schon einzelne Wintersportler könnten kleine bis mittlere Schneebretter auslösen, zudem sind in Bereichen mit Regeneinfluss Gleit- und Nassschneelawinen möglich, teilte der Lawinenwarndienst gestern mit.

<p class="caption">Sturmwarnung am Bodensee: Mannshohe Wellen peitschten gegen das Molo.</p>

Sturmwarnung am Bodensee: Mannshohe Wellen peitschten gegen das Molo.

<p class="caption">In Lochau und andernorts verlegten ­Bäume und Sträucher Straßen.</p>

In Lochau und andernorts verlegten ­Bäume und Sträucher Straßen.

<p class="caption">In Hittisau deckte der schwere Sturm das Dach eines Hauses ab. Fotos: Hartinger, Paulitsch, VOL Live/Mayer</p>

In Hittisau deckte der schwere Sturm das Dach eines Hauses ab. Fotos: Hartinger, Paulitsch, VOL Live/Mayer