Sicherheitskonferenz: „Schwächung des Westens“

Zwischen Europa und den USA ist am zweiten Tag der Münchner Sicherheitskonferenz ein Streit entbrannt.

Während US-Außenminister Mike Pompeo gestern scharfe Kritik an einem Rückzug der USA aus der internationalen Gemeinschaft zurückwies, beklagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron „eine Schwächung des Westens“. „Der Tod der transatlantischen Allianz ist extrem übertrieben“, sagte Pompeo auf der Münchner Sicherheitskonferenz mit Blick auf Kritik von Deutschlands Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vom Vortag. Steinmeier hatte der US-Regierung vorgeworfen, „der Idee einer internationalen Gemeinschaft eine Absage“ zu erteilen. „Diese Aussagen entsprechen nicht der Realität“, betonte Pompeo. „Der Westen gewinnt und wir gewinnen gemeinsam.“ Pompeo verwies zur Begründung auf eine Reihe außenpolitischer Initiativen Washingtons: Die USA hätten die Nato in Osteuropa gestärkt und mit ihrem Rückzug aus dem INF-Abrüstungsvertrag mit Russland die „Glaubwürdigkeit“ internationaler Waffenkontrolle ­wiederhergestellt.

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