Covid-19: Zwei Tote in Italien

Krankenhauspersonal im norditalienischen Codogno schieben neue Betten in ein Spital.  Foto: AP

Krankenhauspersonal im norditalienischen Codogno schieben neue Betten in ein Spital.  Foto: AP

In Italien ist die Krankheit inzwischen bei über 50 Menschen nachgewiesen worden. Nach einem Todesfall am Freitag, verstarb gestern eine weitere Person.

39 der Infektionen wurden in der norditalienischen Lombardei erfasst, 12 in Venetien. Der Ausbruch in der Lombardei geht auf einen 38-Jährigen zurück, der seit Mittwoch schwer erkrankt in der Klinik der Kleinstadt Codogno behandelt und tags darauf positiv auf den Erreger getestet wurde. Zwei Todesfälle wurden mit dem Virus in Verbindung gebracht. Bei einer am Donnerstag verstorbenen 77-Jährigen aus der Lombardei wurde Sars-CoV-2 posthum nachgewiesen, sie werde nun als Covid-19-Todesopfer geführt, auch wenn unklar sei, woran genau sie starb, teilte der Gesundheitsbeauftragte der Lombardei, Giulio Gallera, mit. Die Lungenerkrankung gilt auch bei einem 78-Jährigen aus Venetien als mutmaßliche Todesursache, wie ein Sprecher des italienischen Zivilschutzes mitteilte. Der Erreger wurde demnach unter anderem bei der Frau und einer Tochter des am Freitag verstorbenen Mannes nachgewiesen.

Infizierte Person in Japan, fünf Tote im Iran

In Berlin landeten gestern sechs deutsche Passagiere der „Diamond Princess“, die im japanischen Yokohama zwei Wochen unter Quarantäne gestanden hatte. Die Rückkehrer aus Berlin, Niedersachsen und Hessen sollen vorsorglich zwei Wochen in häuslicher Quarantäne bleiben, um sicher ausschließen zu können, dass die mit Sars-CoV-2 infiziert sind. 32 Briten und andere Europäer von dem Kreuzfahrtschiff, die gestern in London landeten, sollen 14 Tage in einem Krankenhaus in Quarantäne bleiben. Auch für 19 italienische Rückkehrer wurde eine solche Quarantäne in einem Militärkomplex in Rom angewiesen. Auch in Japan wurde ein Fall bekannt: Bei einer zunächst negativ getesteten Frau in ihren 60ern sei das Virus nachgewiesen worden. Die Regierung in Tokio hatte die Frau ebenso wie Hunderte andere japanische Passagiere mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren lassen und keine weitere Quarantäne angeordnet. Diese Entscheidung war unter Experten auf Unverständnis gestoßen. Im Iran, wo vom Gesundheitsministerium in kurzer Folge fünf Todesfälle bei Patienten mit Covid-19 gemeldet wurden, überschattete die Furcht vor dem Virus am Freitag die Parlamentswahl. In den Wahllokalen trugen viele Wähler und Wahlbeobachter Schutzmasken. In China lag die Zahl in der offiziellen Statistik erfasster Infektionen gestern bei gut 76.000, mehr als 2300 Menschen starben bislang an der Lungenkrankheit.

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