Getötetes Kalb von Vorarlberg-Milch-Vize?

Ab sofort gelten schärfere Vorlagen bei Tiertransporten.  Fotos: VGT, Sams

Ab sofort gelten schärfere Vorlagen bei Tiertransporten.  Fotos: VGT, Sams

Feldkirch. Der „Bauer Anton“, den Landwirtschafts- und Tierschutz-Landesrat Christian Gantner am Wochenende in seiner umstrittenen Geschichte im Social Media beschrieben hat, ist offenbar nicht irgendein fiktiver Landwirt, sondern der stellvertretende Obmann von Vorarlberg Milch, Reinhard Hofer. Das behauptet der Verein gegen Tierfabriken (VGT) und beruft sich dabei auf Beweise, die dem Bündnis vorliegen sollen. Hofer hatte bereits in der gestrigen Ausgabe der Vorarlberger Nachrichten bestätigt, dass das im Libanon getötete Kalb vermutlich von seinem Hof stamme, die Verantwortung für den Vorfall aber von sich gewiesen: „Wir haben das Kalb 2017 an einen Zwischenhändler in Schwarzach verkauft. Das war völlig legal“, so der Lustenauer Landwirt gegenüber den VN. Dass es in den Libanon weitertransportiert würde, habe er nicht gewusst.

VGT fordert Taten

Keine Rede ist in dem Bericht allerdings von der pikanten Position des Landwirts: Hofer ist stellvertretender Obmann des Verbands Vorarlberg Milch. Ein Umstand, denn VGT-Sprecher Tobias Giesinger scharf kritisiert: „Es kann nicht sein, dass Vorarlberger Käse bis nach Spanien exportiert wird und das ungewünschte Nebenprodukt Milchkalb gleich hinterher. Die Vorarlberg Milch hat hier eine entscheidende Rolle, Teil der Lösung zu werden. Wer mit Milch und Milchprodukten Geld verdienen will, muss auch die Verantwortung über die Nebeneffekte übernehmen, die diese mit sich bringen.“ Landwirt Hofer war gestern für eine WANN & WO-Anfrage nicht zu erreichen.  AF

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