Corona: Fallzahl in Österreich steigt

Die Zahl der positiv getesteten Fälle in Österreich ist bis zum gestrigen Redaktionsschluss auf zehn gestiegen. Symbolfoto: AFP

Die Zahl der positiv getesteten Fälle in Österreich ist bis zum gestrigen Redaktionsschluss auf zehn gestiegen. Symbolfoto: AFP

Immer mehr Verdachts-fälle bestätigen sich auch hierzulande. Kanzler Kurz fliegt vorsorglich nicht in die USA.

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Österreich ist bis zum gestrigen Redaktionsschluss auf insgesamt zehn gestiegen. Vier Covid-19-Erkrankte gab es in Wien, je zwei in Tirol und Niederösterreich und je einen in Salzburg und in der Steiermark. Österreichweit wurden bis gestern Vormittag laut Gesundheitsministerium bereits 1649 Tests durchgeführt. Zuletzt wurden die Fälle einer Steirerin und eines nieder-österreichischen Paares bekannt. Dazu kam der erste bestätigte Fall in Salzburg.

Ansteckung in
Italien vermutet

Über den Fall einer 52-jährige Oststeirerin wurden erste Details bekannt. Sie war aus einem Risikogebiet in Oberitalien von einer Messe zurückgekehrt. Die Patientin befand sich gestern mit leichtem Verlauf im Krankenhaus, hieß es vom Land Steiermark. Sie war selbst mit einem Verdacht ins Spital gekommen. Die österreichweit bestätigten Coronavirus-Fälle Nummer acht und neun wurden aus Niederösterreich gemeldet. Nach Angaben von Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf handelt es sich um ein Ehepaar aus dem Bezirk Korneuburg, das Kontakt zu dem infizierten Wiener Paar hatte. Die Frau ins Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital eingeliefert, ihr Mann wurde unter häusliche Quarantäne gestellt. Im Fall eines 72-Jährigen in Wien schwer erkrankten Corona-Patienten wird nach der Ansteckungsquelle weiter gesucht. Nach Auskunft eines Sprechers des Wiener Gesundheitsstadtrats Peter Hacker (SPÖ) war der Mann gestern weiterhin nicht ansprechbar.

Kurz verschiebt US-Reise

Auswirkungen hatte die Verbreitung des Coronavirus auch auf die heimische Politik. Das Bundeskanzleramt bestätigte gestern, dass der US-Besuch von Bundeskanzler Sebastian Kurz „aufgrund der allgemeinen Coronavirus-Situation vom Weißen Haus verschoben“ wurde. Im Umfeld von Bundeskanzler Kurz hieß es, dass man darüber „nicht ganz unglücklich“ sei, da „die Tage auch in Österreich wegen des Coronavirus gerade sehr intensiv“ seien.

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