„Absolute Spitzenwerte bei Ehrenamt“

Michael ­Lederer vom Büro für Zukunftsfragen, Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink und Studienautor Frederic Fredersdorf bei der Präsentation der Studie.  Fotos: Gerhard Wirth/VLK,

Michael ­Lederer vom Büro für Zukunftsfragen, Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink und Studienautor Frederic Fredersdorf bei der Präsentation der Studie.  Fotos: Gerhard Wirth/VLK,

Über die Hälfte der­ ­Menschen im Ländle engagierte sich im ­vergangenen Jahr einer neuen Studie der FHV zufolge ehrenamtlich.

Nach wie vor stark ausgeprägt ist in der Vorarlberger Bevölkerung die Bereitschaft, sich freiwillig zu engagieren. Laut neuester Studie der FH Vorarlberg sind hierzulande mehr als die Hälfte, nämlich 55,7 Prozent aller Vorarlbergerinnen und Vorarlberger über 15 Jahre, freiwillig tätig, durchschnittlich fünf bis sechs Stunden pro Woche. „Das sind absolute Spitzenwerte“, kommentiert Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink die erfreulichen Studienergebnisse. „Das bürgerschaftliche Engagement ist in Vorarlberg gegenüber der letzten Studie aus dem Jahr 2014 wieder angestiegen ist“, so Schöbi-Fink.

Auswertung zeigt weiter hohe Stabilität

Erfreulichstes Ergebnis der Studie 2019: Beides, sowohl freiwilliges Engagement als auch das sogenannte „Sozialkapital“, sind weiter von sehr hoher Stabilität gekennzeichnet. Mehr als die Hälfte der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger über 15 Jahre (55,7 Prozent) sind freiwillig engagiert. Die durchschnittliche Freiwilligentätigkeit beläuft sich wöchentlich auf fünf bis sechs Stunden. Während sich 27,7 Prozent formell, also in Vereinen oder Organisationen, engagieren, sind 28 Prozent der Befragten ausschließlich informell tätig, etwa im Bereich der Nachbarschaftshilfe. 15,2 Prozent gaben an, sich sowohl formell als auch informell einzusetzen. Gegenüber der Befragung von 2014 hat es in allen drei Bereichen Steigerungen gegeben.

Wieder öfter „organisiert“

Gegenüber der vorangegangenen Studie aus dem Jahr 2014 war die Vorarlberger Bevölkerung im Jahr 2019 wieder häufiger in organisierter Form engagiert (27,7 Prozent in 2019 im Vergleich zu 23,2 Prozent in 2014). Befragt zum formellen Engagement war der Bereich Sport (38,6 Prozent) am beliebtesten, gefolgt von Kultur (29,9 Prozent) und Religion (16,8 Prozent). Ein anderes interessantes Detail: Mehr als die Hälfte der engagierten Personen (64,4 Prozent) üben ihr Engagement in einem Verein aus, dem um die 290 Mitglieder angehören. Dazu haben drei Viertel der Engagierten (76,9 Prozent) angegeben, dass ihr freiwilliger Einsatz mit regelmäßigen Verpflichtungen einhergeht.

„Das Ehrenamt ist ein ­prägendes Markenzeichen“

„In Vorarlberg sind die vielen Bürgerinnen und Bürger, die freiwillig aktiv sind, ein essentieller Grundpfeiler und zentraler Erfolgsfaktor für das Land. So ist das Ehrenamt ein prägendes Markenzeichen und untrennbar verbunden mit dem tief verankerten Gemeinschaftssinn, der Vorarlberg von anderen Ländern und Regionen unterscheidet“, streut Landesstatthalterin Schöbi-Fink den Ehrenamtlichen in Vorarlberg Rosen.

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