London: „Völlig inakzeptable Gewalt“

Berittene Bereitschaftspolizei musste linke und rechte Demonstranten trennen.  Foto: AP

Berittene Bereitschaftspolizei musste linke und rechte Demonstranten trennen.  Foto: AP

Bei neuen Anti-Rassismus-Protesten in London ist es gestern zu Zusammenstößen mit rechtsgerichteten Gegendemonstranten gekommen.

Auf dem Trafalgar Square im Stadtzentrum gerieten zwei Gruppen von jeweils etwa 100 Personen aneinander und wurden von der Polizei getrennt. Die einen skandierten „Black lives matter“ („Schwarze Leben zählen“), die anderen riefen rassistische Bemerkungen. Teilweise kam es zu Rempeleien. Flaschen und Dosen wurden geworfen, Feuerwerkskörper gezündet. Bereitschaftspolizei mit Hunden und Pferden marschierte auf. Nach Angaben der Behörden brachten manche Teilnehmer Waffen zu den Demonstrationen mit. Innenministerin Priti Patel kritisierte die Gewalt als völlig inakzeptabel. Wer sich an gewalttätigen Ausschreitungen und Vandalismus beteilige, müsse mit der ganzen Härte des Gesetzes rechnen

Kritik an kolonialer
Vergangenheit

Die Tötung des Afroamerikaners George Floyd vor knapp drei Wochen bei einem Polizeieinsatz in den USA hat weltweit eine Protestwelle gegen Rassismus losgelöst. In Großbritannien gerieten dabei historische Persönlichkeiten ins Visier, die für die koloniale Vergangenheit des Königreichs stehen. Mehr zum Thema „Black Lives Matter“ auf den Seiten 8 und 9 dieser Ausgabe.

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