Ex-Polizist vor Gericht: Datenabfragen

Feldkirch. Ein ehemaliger Polizeibeamter musste sich gestern zum wiederholten Male vor dem Landesgericht Feldkirch verantworten. Dem 58-Jährigen wird das illegale Abfragen hochsensibler Personendaten aus dem Polizeicomputer vorgeworfen, wie der ORF Vorarlberg berichtete. Er soll ohne dienstbedingten Grund über 90 Abfragen aus dem Strafregister getätigt haben. Weiter wird ihm vorgeworfen, die dadurch entstandenen Verwaltungsgebühren von 1000 Euro, vom Staat geprellt zu haben. Der Beschuldigte gab an, Personenabfragen für eine Liechtensteiner Sicherheitsfirma getätigt zu haben, für die der Mann nebenher arbeitete – dies sei jedoch nicht illegal gewesen. Der frühere Polizist wurde bereits im Sommer des Vorjahres wegen unerlaubter Datenabfragen verurteilt – die Strafe wegen Amtsmissbrauchs und Bestechlichkeit lautete auf 24 Monate Haft, 16 Monate davon wurden auf Bewährung ausgesprochen. Im März dieses Jahres wurde er wegen gewerbsmäßiger Abgabenhinterziehung zu einer Geldstrafe in Höhe von 110.000 Euro verurteilt, die Hälfte davon bedingt. Ein Urteil im aktuellen Fall, der im März bereits einmal vertagt worden war, wurde ursprünglich für heute erwartet. Da sich mehrere Zeugen entschuldigt haben oder nicht vor Gericht erschienen sind, erschien dies aber gestern Mittag noch ungewiss.

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