„Corona-Schüsse“ auf Prüfstand

„Tatort“ – die Ruine Ramschwag. Foto: Russmedia

„Tatort“ – die Ruine Ramschwag. Foto: Russmedia

Die von einem Polizisten im März abgegebenen „Signalschüsse“ in Nenzing wurden gestern am Landesverwaltungsgericht behandelt.

Der Fall sorgte ordentlich für Wirbel: Im Zuge der Covid19-Verordnung der Bundesregierungen am Anfang der Pandemie wurden Beamte der PI Nenzing auf eine vermeintliche Corona-Party auf der Ramschwag-Ruine aufmerksam gemacht. Ein Polizist machte dann mittels mehreren „Signalschüssen“ aus seiner Dienstwaffe auf sich aufmerksam, aus Ermangelung eines funktionierenden Funkgeräts, wie er gestern erneut zu Protokoll gab. Die Beamten fanden im Zuge der Amtshandlung drei Spaziergänger im Wald vor, die sich von dem Schusswaffengebrauch deutlich schockiert zeigten. Laut VN.AT sprach Rechtsanwalt Patrick Beichl, Vertreter der Beschwerdeführer, von einer „reinen Schutzbehauptung“ der Beamten. Sein Gegenüber, Beamtenvertreter Arnold Brunner von der Bezirkshauptmannschaft Bludenz, glaubte hingegen klar stellen zu müssen: „Die Beweisaufnahme hat eindeutig ergeben, dass es sich um Signalschüsse gehandelt hat.“ Landesverwaltungsrichter Ellensohn kam gestern noch zu keiner eindeutigen Entscheidung und werde diese dann schriftlich ausfertigen.

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